Schlagwort-Archive: Exhibition

Markus Meurer in Rotterdam

Im November/Dezember 2017 waren bereits Kunstwerke von Markus Meurer im „Museum auf Zeit“ der „Stichting Cultureel Rijk“ in Rotterdam zu sehen, jetzt zeigt die Rotterdamer „Galerie Herenplaats“ Objekte von ihm.

In der Ausstellung „Ontdecken, vliegen, landen“ ist er neben zwei anderen Künstlern vertreten. Die Ausstellung wird eröffnet am Freitag, dem 26. Januar 2018, 17 Uhr, und wird gezeigt bis zum 30. März 2018, jeweils montags bis freitags, von 13 bis 17 Uhr.

Markus Meurer, Eiffelturmgiraffe, Assemblage, 2018, 55 x 22 x 26 cm. Foto: P. Nieting

In der Rotterdamer „Museumnacht“  am Samstag, dem 3. März2018, ist die Galerie von 20 bis 1 Uhr geöffnet.

Galerie Herenplaats, Schiedsbahnstraat 1,  3014ZT Rotterdam

Advertisements

Wunderreiter

Auf ins neue Jahr 2018!
Wir sind gespannt, was es alles bringen wird.

Markus Meurer, Wunderreiter, 2010, 34 x 33 x 42 cm. Foto: P. Nieting

Einige Veranstaltungen, an denen sich Markus Meurer mit Werken beteiligen wird, stehen schon fest:
Galerie Herenplaats, Rotterdam (Ende Januar 2018)
Galerie ART CRU, Berlin (März 2018)
Art Brut Biennale, Hengelo (Ende Mai 2018)

Anderes ist noch in der Planung.

(Und noch bis Ende Januar 2018 sind Werke von Meurer in der Jahresausstellung im Kunsthaus Kannen, Münster)

Überraschung in Rotterdam

Markus Meurer, Korallenfisch, Assemblage, 2012, 16 x 24 x 33 cm

Ein Besuch im „Pop-Up-Grow-Big Museum“ in Rotterdam, wo den Besuchern die Outsider Art näher gebracht werden soll, war ein voller Erfolg. Zum einen werden hier ganz unterschiedliche Künstler gezeigt, zum anderen ist die Präsentation sehr gelungen.
Wir waren gespannt, wie Markus Meurers Werke ausgestellt werden, und wurden überrascht: Alle Werke waren aufgehängt worden, auch solche, die normalerweise auf Sockeln stehen. Und die Wirkung war großartig: Sie bekommen so eine bisher nie gesehene Leichtigkeit, und können zudem von allen Seiten gut betrachtet werden.

Werke von Markus Meurer im „Pop-Up–Grow-Big Museum“ in Rotterdam

Bis zum 17. Dezember 2017 ist die Ausstellung in der Westerwagenstraat 68 im Zentrum von Rotterdam freitags, samstags und sonntags von 12 – 18 Uhr zu sehen. (Ein Parkhaus befindet sich gleich gegenüber.)

Markus Meurer, Schnelle Brigitte, Assemblage, 2008, 31 x 19 x 46 cm

„Drache“ in Rotterdam – „Dragon“ in Rotterdam

Markus Meurer, Drache, Assemblage, 2009, 16 x 16 x 24 cm. Foto: P. Nieting

Neu – und nur für kurze Zeit – ist im Zentrum von Rotterdam das „Pop-Up-Grow-Big Museum“ entstanden, eingerichtet von der „Stichting Cultureel Rijk“. Bis zum 17. Dezember werden hier Werke von Outsider-Künstlern gezeigt, jeweils Fr / Sa / So von 12 – 18 Uhr. Sonntags sind zusätzliche Aktionen geplant. Der Eintritt ist kostenlos. Mit dabei: Die einzigartigen Werke von Markus Meurer.

Adresse: Westerwagenstraat 68, Rotterdam, Niederlande

Markus Meurer, Gleit-Charming, Assemblage, 2010, 37 x 39 x 23 cm. Foto: P. Nieting

Willkommen in Münster – Welcome in Münster

Von Donnerstag  (21.9.)  bis Sonntag (24. 9.) erwarten wir im Kunsthaus Kannen in Münster, Alexianerweg 9, Kunst-Interessierte an unserem Stand auf dem 2 x 2 – Forum, wo wir viele kleine und große Werke von Markus Meurer präsentieren. Die Ausstellung ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Ausgestellt wird auch das Doppelbild, von dem ich hier die starke Vorderseite zeige:

2x2 2017 005

Markus Meurer, Die Markus-Retterin, 2014 (Vorderseite)

Das Bild ist wie die Rückseite eine übermalte Collage. Bei der Rückseite ist das gut an den Augen zu erkennen.

2x2 2017 004

Markus Meurer, Die Liebe-Bringerin, 2014 (Rückseite)

Dass der Künstler bei seinen Bildern oft Vorder- und Rückseite gestaltet, liegt an seiner beengten Wohnsituation, die ihn zu platzsparendem Arbeiten zwingt. (Er sucht dringend einen Mäzen, der ihm eine Halle oder ein altes Gebäude für seine Materialsammlung und seine fertigen Werke zur Verfügung stellt.)

„Reiterin“ in Münster angekommen

Eine der großen Figuren von Markus Meurer, die „Reiterin“, ist bereits im Kunsthaus Kannen in Münster angekommen. Sie wird am Stand von Markus Meurer stehen und alle Blicke auf sich ziehen.
Sie musste getrennt nach Münster gebracht werden, weil sie in einem PKW raumfüllend ist.

Markus Meurer, Reiterin, Assemblage, 2014-2017, 72 x 175 x 53 cm. Foto P. Nieting

Die Kunstmesse „2 x 2“ findet in diesem Jahr vom 21. – 24. September statt und ist täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet

On Markus Meurer

Markus Meurer is a well-known German Outsider artist.
He takes things that most people just throw away, such as empty cans, broken lightbulbs, gnawed-off bones and rusty metal pieces, and gives them new life by making them imaginative figures using wire. Many works are animal/machine hybrids; insects on wheels, vehicles with antennae, motorized flying fish.
He wants to call attention to the beauty within these materials and arouse positive energies in the observer.
Meurer’s artworks can be found in many important Outsider collections and he is part of the Dr. Guislain Museum’s permanent exhibition in Ghent, where he has his own cabinet.  (Facts of the catalogue 2 x 2)

Markus Meurer, Indianerkopf-Schmetterling, Assemblage, 2017, 21 x 11 x 16,5 cm. Foto P. Nieting

 

 

Meurers Werke überzeugend präsentiert

In der neuen Dauerausstellung des Museum Dr. Guislain in Gent in Belgien zeigt die Stiftung „Collectie de Stadshof“ jetzt  alte und neuere Werke von Markus Meurer in einem eigenen Raum.Wurden bisher nur  Objekte gezeigt, werden diese nun durch Collagen und Bilder ergänzt. Damit wird ein einzigartiger Einblick in das Schaffen des Künstlers gegeben. Zusammen mit den vielen anderen Kunstwerken ist das sicher ein Grund, dem Museum einen Besuch abzustatten.

Werke von Markus Meurer im Museum Dr. Guislain / Gent

Museum Dr. Guislain, J. Guislainstraat 43, Gent, Belgien

Öffnungszeiten: Die – Fr: 9 – 17 Uhr, Sa – So: 13 – 17 Uhr

Museum Dr. Guislain, Gent / Belgien: Neugestaltung der Dauerausstellung

Die niederländische Stiftung „Collectie De Stadshof“, die mit ihrer bedeutenden Kunstsammlung z. Zt. im Museum Dr. Guislain in Gent/Belgien beheimatet ist, hat die Präsentation ihrer Sammlung  neu gestaltet und lädt zur Wiedereröffnung der Dauerausstellung am 23. Juni 2017, 20.00 Uhr, ein.
Über 200 Werke von 25 Künstlern, darunter viele Neuerwerbungen,
wurden von den Kuratoren Liesbeth Reith und Frans Smolders ausgewählt.

Markus Meurer, Energie Platz Eins, Collage, 2017, 40 x 32 cm. Foto: P. Nieting

Von Markus Meurer, der in der Sammlung mit wichtigen Werken vertreten ist und dessen Werke in einem eigenen Kabinett gezeigt werden, sind jetzt neben Skulpturen auch Gemälde und Collagen zu sehen.

Museum Dr. Guislain, J. Guislainstraat 43, Gent, Belgien                                            Öffnungszeiten: Die – Fr: 9 – 17 Uhr,   Sa – So: 13 – 17 Uhr

http://www.collectiedestadshof.nl          http://www.museumdrguislain.be

Christof Belmann über Markus Meurer

In seiner Eröffnungsrede zur Ausstellung „Treibhaus Voll Kunst“ in Recklinghausen setzte sich der Kunsthistoriker Christof Belmann intensiv mit den Werken von Markus Meurer auseinander und machte auf wichtige Aspekte aufmerksam.

Daraus zwei Zitate:

„Markus Meurer gibt die radikalste Antwort auf die Frage, wann etwas zu Müll wird, nämlich: gar nicht. Es gibt keinen Müll, es gibt nur Materie, sagt Meurer. Und unter dieser Prämisse ist Müll vielleicht wirklich nicht nur das günstigste und reichhaltigste, sondern auch das vielfältigste Material, über das wir verfügen. Im Müll finden sich nämlich unter anderem Dinge, die es sonst nirgends mehr gibt. Actionfiguren etwa, die nicht nur materiell ausgespielt haben, sondern die auch ideell längst abgehalftert wurden. ‚Big Jim‘ hat ausgedient und mit ihm vieles, was die Industrie- und Konsumgesellschaft einst für notwendig und unabdingbar hielt. Meurers Wesen und Gefährte erwecken viele vergessene Geister zum Leben, sie sind Phönixe aus den Aschen.“

Markus Meurer, Naturforscher, Assemblage, 2009, 36x28x13 cm. Foto: P. Nieting

„Müll ist bei  Meurer Müll, so wie er anfällt. Er klebt, er ist schmutzig und er stinkt, dieser Müll. Er wird nicht gesäubert, nicht sterilisiert, nicht bearbeitet und schon gar nicht getrennt. Bei Meurer versteckt sich das Müllhafte eben nicht hinter dem Recyclinggedanken. Der Meurer-Müll ist Original-Müll, so der Welt entnommen, wie er im Augenblick seiner Müllwerdung anfiel; wie er anfiel in dem Augenblick, als wir uns entschieden haben, das Material aufgrund seines Funktionsverlustes bewusst oder unbewusst zu Müll umzudeklarieren. Es ist der wohl ehrlichste Müll, den ich bisher als Kunst zu Gesicht bekommen habe. Es sind eben nicht die Joghurtbecher und Papierrollen, die die kleine Lisa und der kleine Jonas zu lustigen Fantasiefiguren zusammenkleben und bemalen. Es ist nicht allein die Umdeutung von Formen und Dingen, von Glühbirnen zu Augen, von Gabeln zu Füßen, nicht allein die assoziative Herausforderung, die spielerische Karambolage von Objekten ganz unterschiedlicher Herkunft und Semantik. Es sind die abgenagten Knochen, die albtraumhaft, fast gewaltsam zu neuem Leben erweckt werden und sich mit Souvenierschnickschnack und Schokoriegelverpackungen zu müllomorphen Wesen verdichten. Kunstvoll tanzen sie uns die müllhafte Seite unserer Existenz vor. Vorausgesetzt, wir kontrollieren unseren Ekel und unsere Abscheu. Wer diese Ekelschwelle negiert, wer sie verneint, wer den Widerspruch von putzigen und niedlichen Wesen und ekeligen Speiseresten leugnet, nimmt dieser Kunst etwas sehr Wesentliches.“

Recklinghausen ruft

Markus Meurer, Masken im Treibhaus in Recklinghausen. Foto H.Nieting

Die Ausstellung „Teibhaus Voll Kunst“ nimmt Formen an. Viele Werke von Markus Meurer sind schon im Teibhaus platziert, und es war schön zu beobachten, wie sie bei der natürlichen Beleuchtung und in der nicht-musealen Umgebung ganz neu wirken. Da lohnt sich ein Besuch.

IMG_20170418_121112

Markus Meurer, Werke im Treibhaus in Recklinghausen. Foto H.Nieting

Die Ausstellung im Treibhaus wird gezeigt vom 1. Mai bis zum 10. Juni 2017. Die offizielle Eröffnung ist am 5. Mai, 17.00 Uhr.

Das Treibhaus ist geöffnet montags – freitags 9.00 – 12.30 und 14.30 – 18.00 Uhr, samstags 9 – 14.00 Uhr und sonntags 10.30 – 12.30 Uhr. Floristik Tausch, Westerholter Weg 155, Recklinghausen.

(Fast) parallel dazu findet im kunst.raum im Zentrum von Recklinghausen (Johannes-Janssen-Str. 1) vom 1. – 31. Mai 2017 die Ausstellung „Kiosk Voll Kunst“ statt, auch da ist Markus Meurer mit einigen kleinen Werken vertreten. (Und das Zentrum von Recklinghausen ist durchaus sehenswert.)

 

Ausstellung in Recklinghausen

Die Jahresausstellung im Kunsthaus Kannen ist vorbei, da kündigt sich die nächste Ausstellung an, an der Markus Meurer beteiligt ist: Vom 1. Mai bis zum 10. Juni 2017 wird an mehreren Orten in Recklinghausen Kunst vorgestellt, und Markus Meurer ist mit vielen  Werken dabei. Und zwar in einem ganz besonderen Ambiente, in einem Treibhaus. „Treibhaus Voll Kunst“ heißt die Ausstellung denn auch.

Markus Meurer, Schlossbefreiungsfahrer, Assemblage, 2017, 14x13x15 cm

Markus Meurer, Schlossbefreiungsfahrer, Assemblage, 2017, 14x13x15 cm

Mit dabei: Die Assemblage „Schlossbefreiungsfahrer“, ein Werk, das gerade entstanden ist.

Jahresausstellung im Kunsthaus Kannen eröffnet

Zum 19. Mal präsentiert das Kunsthaus Kannen in Münster Werke von über 50 Künstlern aus dem Kunsthaus und von Gastkünstlern. Die Bilder und Objekte zeigen eine große Bandbreite der Outsider Art, der Kunst abseits des etablierten Kunstbetriebs. Alle gezeigten Werke sind verkäuflich.

Werke von Markus Meurer bei der Jahresausstellung 2016 im Kunsthaus Kannen

Werke von Markus Meurer bei der Jahresausstellung 2016 im Kunsthaus Kannen

Auch in diesem Jahr sind hier neue Werke von Markus Meurer zu sehen, und fanden schon bei der Eröffnung großes Interessse.

Markus Meurer, Muschelflosser, Assemblage, 2016, 17 x 26 x 32 cm

Markus Meurer, Muschelflosser, Assemblage, 2016, 17 x 26 x 32 cm

Die Ausstellung ist geöffnet bis zum 29. Januar 2017 , täglich außer montags 13.00 – 17.00 Uhr. Das Museum liegt am Alexianerweg 9, 48161 Münster (am Kappenberger Damm).

Ausstellung „EIN STARKER ORT“ in Düsseldorf

Einladungskarte mit einer Collage von Markus Meurer, 1980/2008

Einladungskarte mit einem collagierten Aquarell von Markus Meurer, 1986/2008

Am Donnerstag, dem 25. Februar 2016, wird um 18 Uhr die Ausstellung „EIN STARKER ORT“ in Düsseldorf, Friedenstr. 12, eröffnet, bei der auch Markus Meurer mit einigen Werken vertreten ist. Zur Eröffnung gibt es eine Musicperformance von Bad Hammer. Die Ausstellung ist dann vom 26. – 28. Februar zu sehen, jeweils 14 – 19 Uhr.

Jahresausstellung im Kunsthaus Kannen

Kunsthaus Kannen: Zwei Käfer von Markus Meurer in der Jahresausstellung 2015

Kunsthaus Kannen: Zwei Käfer von Markus Meurer in der Jahresausstellung 2015

Die Jahresausstellung des Kunsthauses Kannen bietet wieder zahlreiche beeindruckende Kunstwerke zum Betrachten und zum Kaufen.
Von Markus Meurer sind einige seiner Assemblagen zu sehen, sehr schön präsentiert an Säulen und auf Podesten.

Kunsthaus Kannen, Jahresausstellung: Markus Meurer, Kunst ist Geburt, Assemblage 2011, 39x17x49 cm

Kunsthaus Kannen, Jahresausstellung: Markus Meurer, Kunst ist Geburt, Assemblage 2011, 39x17x49 cm

Rückblick auf das 2×2 Forum 2015 in Münster

2x2 Forum: Käfer von Markus Meurer

2×2 Forum: Käfer von Markus Meurer

Vier erlebnisreiche Tage beim „2×2 Forum für Outsider Art“ im Kunsthaus Kannen in Münster liegen hinter uns. Die Besucher der Kunstmesse waren sehr interessiert, und unter den verschiedenen Ausstellern des In- und Auslandes gab es einen regen Austausch.  Die Leiterin des Kunsthauses Lisa Inckmann und ihr Team sorgten dafür, dass sich alle wohl fühlen konnten.

2x2 Forum: "Queeze" und andere Assemblagen von Markus Meurer

2×2 Forum: „Queeze“ und andere Assemblagen von Markus Meurer

Ein schöner Treffpunkt, um Outsider Kunst kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.

2x2 Forum: "Gewonnenes Glück" und "Rauchverbot-Maske" von Markus Meurer

2×2 Forum: „Gewonnenes Glück“ und „Rauchverbot-Maske“ von Markus Meurer

Outsider Art Exhibition / Jahresausstellung im Kunsthaus Kannen in Münster

Seit Sonntag ist in Münster die Jahresausstellung im Kunsthaus Kannen in Münster geöffnet. Eine Fülle reizvoller Kunstwerke aus dem Bereich der Outsider Art ist hier zu entdecken (und zu kaufen). Markus Meurer ist  mit einigen Objekten vertreten.

Markus Meurer, Bunter Vogel, Assemblage, 2014, 11x9x16 cm

Markus Meurer, Bunter Vogel, Assemblage, 2014, 11x9x16 cm

Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 25.Januar 2015, dienstags bis sonntags 13 -17 Uhr.

Markus Meurer, Ente, Assemblage, 2008, 38x36x21 cm

Markus Meurer, Ente, Assemblage, 2008, 38x36x21 cm

Faszinierende Ausstellung

Am 16. September wurde die Ausstellung „Sous le vent de l’art brut – La collection De Stadshof“ in der Halle Saint Pierre in Paris eröffnet. Eine großartige Schau, die die ganze Vielfalt dieser holländischen Outsider-Sammlung präsentiert.

Ein großes Transparent an der Halle Saint Pierre (mit dem Kopf vom Hörnermann von Markus Meurer) zieht die Besucher an.

Ein großes Transparent an der Halle Saint Pierre (mit dem Kopf vom Hörnermann von Markus Meurer) zieht die Besucher an.

Im unteren Saal bestechen die filigranen Arbeiten von Marie-Rose Lortet, die ich zum ersten Mal gesehen habe.Halle Saint Pierre, Eröffnung 198

In der ersten Etage begeisterten mich natürlich die kraftvollen Arbeiten von Markus Meurer, die sehr schön präsentiert werden.

Halle Saint Pierre, Eröffnung 108

„Viktor“ und kleinere Objekte von Markus Meurer

Halle Saint Pierre, Eröffnung 113

Markus Meurer mit einer Besucherin vor seinen Werken. Rechts „Papa“.

Wer einen Überblick über die älteren Werke von diesem Ausnahme-Künstler erhalten möchte, muss in diese Ausstellung gehen!

Der Künstler bei seinen Objekten.

Der Künstler bei seinen Objekten.

Rezension im „Tagesspiegel“

Am Samstag (17,5,2014) brachte die rennomierte Berliner Tageszeitung „Der Tagesspiegel“ eine ausführliche und sehr einfühlsam geschriebene Ausstellungsbesprechung von Christiane Meixner, die ich den Lesern nicht vorenthalten möchte:

Shreklich
von Christiane Meixner

In Berlin gibt es eine Galerie für Outsider-Kunst. Dort stellt Markus Meurer aktuell seine fantastischen Objekte aus Abfall aus.

„Kann das weg?“ Mit dieser Frage weiß Markus Meurer nichts anzufangen. Weg, das heißt für gewöhnlich: in den Müll. Wer aber Draht und Scherben, leer getrunkene PET-Flaschen oder Papierfetzen als inspirierende Materie begreift, die bloß am falschen Ort liegt, dem bleibt nur eines, um seine Welt in Ordnung zu bringen: Er muss sie nach eigenen Vorstellungen sortieren.
In den Räumen von Art Cru, Berlins Galerie für Outsider-Kunst, entfaltet sich Meurers Universum aktuell faszinierend (Oranienburger Straße 27, bis 28. Mai). Vom übergroßen Insekt bis zur Ritterrüstung, die sich bei näherem Hinsehen als Material-Collage entpuppt, ist alles dabei.

„Shrek“ nennt der 1959 Geborene seine erste Berliner Soloschau, nachdem er diverse internationale Ausstellungen absolviert hat. Sie gibt eine vage Idee davon, wie Meurer im niederrheinischen Kevelar lebt – wo sich die Objekte über die Innenwände seiner Wohnung spannen. Aber auch so beeindruckt die Konsequenz, mit der der Outsider-Künstler zivilisatorische Reste uminterpretiert. Vermeintlicher Abfall wird zu Flügeln, Körpern, Augen, Mündern. Alles wandert in seine aus Draht gefertigten Stützkorsetts und dort exakt an den Platz, der ihm vorbestimmt scheint. Dass „die Leute das extra hinlegen für mich“, hat Meurer schon mehrfach auf seinen Expeditionen durch die Straßen gedacht, während er sie nach allem durchforstet, von dem sich andere achtlos trennen. „Ich finde alles. Ich bin dafür konstruiert.“ Und wie ein Konstrukteur setzt er seine Einfälle um. Baut eine „Nanoprozessor-Maschine“, kreiert den „Peperonikäfer“ und „Die Flotte Biene“.

Reitendes Ungeheuer. "Hexenmeister" heißt Meurers Skulptur von 2011.

Reitendes Ungeheuer. „Hexenmeister“ heißt Meurers Skulptur von 2011.

Man kann das als naiv empfinden, genau wie den Titel der Ausstellung, der die rülpsende, stinkende Hauptfigur aus dem gleichnamigem Animationsfilm zitiert. Für Meurer, der schon als Kind den ebenfalls als Outsider-Künstler tätigen Vater durch die Eifel begleitete, laden sich seine Skulpturen jedoch unwillkürlich auf. Es sind Fetische in unterschiedlichen Formaten (Preise: 90–1850 Euro), die Erinnerungen bewahren oder als Heilsbringer fungieren. Meurers Kindheit, bäuerlich und urkatholisch geprägt, ist immer Referenzpunkt. Zugleich verwebt er biografische Geschichten, die sich nur in Andeutungen zu erkennen geben. Man kann sich allerdings gut vorstellen, wie es war, als die Gemeinde des heimatlichen Eifel-Dorfes ihn nach dem Tod der Eltern 2003 erst langsam aus der Gemeinde ekelte. Und nach dem hastigen Umzug des Künstlers das abgelegene Haus der Familie zerstören ließ, weil sie es für unbewohnbar hielt. Tatsächlich war es voller Kunst. Es treibt ihn, so lässt sich vermuten, jene „Plange Angst“ , die Markus Meurer 2010 schon in einem Buch formulierte, zu seinem ganz persönlichen Antidot – den fantastischen Beschützern.

(Antidot = Gegengift)

 

 

 

Pictures of the Exhibition „Shrek – Markus Meurer“ in Berlin

2014-4-10 Art Cru 224Exhibition „Shrek – Markus Meurer, Gallery ART CRU, Berlin

2014-4-10 Art Cru 221 Exhibition „Shrek – Markus Meurer, Gallery ART CRU, Berlin

2014-4-10 Art Cru 211Markus Meurer, Kaffeetaucherfisch, 2012, 14x19x46, Gallery ART CRU, Berlin