Corona – Kunst?

Seit über einem Jahr greift die Corona-Pandemie in unser Leben ein und verändert vieles. Wirkt sich das auch auf die Kunstwerke aus, die in dieser Zeit entstanden sind?

Markus Meurer, Schlittenlenker, Assemblage, 2021, 9 x 12 x 15 cm. Foto: P. Nieting

Die drei abgebildeten Werke hat Markus Meurer Anfang 2021 gemacht. Ob sich da Einflüsse aus dieser besonderen Zeit bemerkbar machen, kann jeder Betrachter selbst entscheiden.

Markus Meurer, Liebesanfängerin, Assemblage, 2021, 21 x 11 x 13 cm. Foto: P. Nieting
Markus Meurer, Hühnchen (Louis des Funés) , Assemblage, 2021, 13 x13 x 7 cm. Foto: P. Nieting

inTime3 geöffnet

Das Museum Wilhelm Morgner in Soest ist unter Auflagen wieder geöffnet, und die Ausstellung „inTime3“ mit Werken der Preisträger der Aktion-Kunst-Stiftung 2021 kann endlich besucht werden.

Markus Meurer, Krabbler-Fantasie-Maschine, 2015, Assemblage, 34 x 27 x 28 cm. Foto P. Nieting

Für einen Besuch muss man sich vorher anmelden, entweder telefonisch bis auf montags täglich von 14.30 Uhr bis 16 Uhr unter 02921-103-1131 oder unter der E-Mail-Adresse mwm-anmeldung@soest.de. Für den Besuch werden Zeitkontingente vergeben. Das Tragen einer medizinischen Maske ist Pflicht.

Die Besucher sind eingeladen, den Besucherpreis für einen der Künstler zu vergeben.

Viel Freude beim Besuch der Ausstellung.

Digitaler Ausstellungsbesuch

Viele Ausstellungen sind aufgebaut, aber die Museen sind leider immer noch für das Publikum geschlossen, es ist sehr schade.

Markus Meurer, Alles-ist-möglich – Mann, 1972, Assemblage, 16 x 9 x 9 cm. Foto P. Nieting

Für die Ausstellung „inTime3“, in der das Museum Wilhelm Morgner in Soest Werke der nomiierten Künstler für den Aktion-Kunst-Preis 2021 zeigt, wurde jetzt die Möglichkeit für einen digitalen Museumsbesuch geschaffen. In einer Viertelstunde wird man durch die Räume geführt und bekommt so einen schönen Überblick über die Ausstellung. Zum Raum mit den Werken von Markus Meurer kommt man im letzten Drittel des Rundgangs.

Hier ist der entsprechende Link (Am Anfang muss man etwas Geduld haben, die Bilder wechseln da sehr langsam):

Rundgang inTime 3

1. Preis für Markus Meurer

Markus Meurer ist für den 1. Preis im Wettbewerb „Aktion-Kunst-Preis 2021“ ausgewählt worden. Die Jury unter Vorsitz von Prof. Thomas Zipp hat sich einstimmig für ihn entschieden. Ein großer Erfolg!

Einladungskarte mit einer Schrecke von Markus Meurer

Die Ausstellung der Preisträger beginnt offiziell am 31, Januar 2021, aber noch sind die Museen pandemiebedingt geschlossen. Wir hoffen, dass das sich bald ändert und die Kunstwerke bewundert werden können.

Pläne für 2021

Vieles ist unsicher in diesen Corona-Zeiten. Persönliche Begegnungen sollen vermieden werden, Veranstaltungen werden abgesagt. Schwierige Zeiten auch für die Kunst.

Markus Meurer, „Die-Dose-hat-ne-Chance“-Fisch, Assemblage, 2015, 19 x 17 x 30 cm (Vorderseite). Foto P. Nieting

Aber geplant werden darf ja. Für den 31. Januar bis zum 11. April soll im Museum Wilhelm Morgner in Soest die Ausstellung „inTime3“ stattfinden, die Werke der zeitgenössischen Outsider Art zeigt. Es sind Werke der Bewerber um den Aktion-Kunst-Preis 2021, der jetzt zum 3. Mal verliehen wird und zu einem renomierten deutschen Kunstpreis geworden ist. Markus Meurer wird hier vertreten sein. Was realisiert werden wird, kann erst Ende Januar entschieden werden.

Markus Meurer, „Die-Dose-hat-ne-Chance“-Fisch, Assemblage, 2015, 19 x 17 x 30 cm (Rückseite). Foto P. Nieting

Im September 2021 wird die Pandemie hoffentlich eingedämmt sein, da ist in Hengelo/Niederlande die nächste „Art Brut Biennale“ geplant, bei der die Werke von Markus Meurer prominent ausgestellt werden. Vorgesehen ist dafür der Zeitraum vom 17. bis 26. September.

Markus Meurer, Marian hat‘s mitgebracht, Assemblage, 2016, 17 x 7 x 7 cm. Foto P. Nieting

Weitere Pläne für dieses Jahr sind noch nicht konkret genug, sie werden aber hier veröffentlicht werden.

Mit Markus Meurer ins neue Jahr

Einige Werke von Markus Meurer sollen uns beim Start ins Jahr 2021 begleiten.

Markus Meurer, Modischer Anfang, 2018, Assemblage, 9 x 6 x 15 cm. Foto P. Nieting

„Modischer Anfang“ – Ein zartes Wesen (Hund? Maus?), durchsichtig, noch nicht ganz ausgeführt, aber standfest, regt unsere Fantasie an.

Markus Meurer, Gute Unterstützung, Assemblage, 2010, 8 x 10 x 14 cm. Foto P. Nieting

„Gute Unterstützung“ – Unterstützung kann man immer brauchen. Ist das ein Gnom? Farbig, heiter, in ungewöhnlicher Form.

Markus Meurer, Gießkannen-Arzt, Assemblage, 2015, 13 x 15 x 3 cm. Foto P. Nieting

„Gießkannen-Arzt“ – Er soll für unsere Gesundheit zuständig sein. (Erstaunlich, was man aus einem kaputten Gießkännchen machen kann. Die Farbe Weiß lenkte den Künstler wohl bei der Titelgebung in den medizinischen Bereich.)

Engel

Mit dem Engel von Markus Meurer wünsche ich allen Lesern auch in Corona-Zeiten ein schönes Weihnachtsfest.

Markus Meurer, Engel, 2017, Assemblage, 12 x 3,5 x 3,5 cm. Foto P. Nieting

Küchenkunst und Schwerttänzer

Drei Werke aus dem Spektrum von Markus Meurer:

Der „Schwerttänzer“ ist in Materie gefasste Bewegung.

Markus Meurer, Schwerttänzer, 2007, Assemblage, 16 x 19 x 16 cm. Foto P. Nieting

Der Griff eines Küchenmessers hat bei der Titelgebung des folgenden Insekts Pate gestanden. Als Schneide dient eine Glasscherbe.

Markus Meurer, Schicke Küchenkunst, 2016, Assemblage, 15 x 20 x 21 cm. Foto P. Nieting

Hier eines von den beeindruckenden Werken, die sehr reduziert sind und äußerst ausdrucksstark. Aus einem kaputten Knirps wird die geheimnisvolle „Regentrude“.

Markus Meurer, Regentrude, Assemblage, 2019, 13 x 9 x 10 cm. Foto P. Nieting

Morbide Schönheiten

Die meisten Werke von Markus Meurer sind stabil, vor allem, wenn sie verdrahtet sind, aber es gibt auch Ausnahmen.

Bestechend schön ist die Collage „Waltraud“, bei der ein kleines ausgeschnittenes Foto auf eine gewellte Pappe geklebt worden und durch den Schriftzug ‚Waltraud‘ abgerundet worden ist. Die Pappe wurde dann durchstoßen , so dass das Ganze dadurch sehr fragil ist. Das stilisierte Foto einer jungen Frau steht in einem reizvollen Kontrast zu der einfachen Schrift und der zerstörten Pappe.

Markus Meurer, Waltraud, Collage, 2020, 68 x 50 cm. Foto P. Nieting

Ein anderes Werk ist sehr grob gehalten, hat sich vielleicht auch verzogen, erzielt aber dadurch eine spezielle Wirkung.

Markus Meurer, Der Zauberer, Material-Collage, 2015, 42 x 53 x 8 cm. Foto P. Nieting

Ameise und Schwein

Auf Insekten, Fische und Hybridwesen trifft man häufig bei den Werken von Markus Meurer, sie sind in diesem Blog auch häufig zu sehen.
Diesmal möchte ich zwei Tierobjekte zeigen, die etwas aus der Reihe tanzen: Ameise und Schwein.

Markus Meurer, Kopfhörer-Ameise, Assemblage, 2019, 13 x 18 x 18 cm. Foto P. Nieting

Das Werk ist bedeutend größer als eine Ameise, und Kopfhörer scheinen für dieses Tier ganz unpassend zu sein. Und doch: Meurer hat hier Wesentliches von der Ameise erfasst.

Markus Meurer, Schweinekopf, Assemblage, 2017. Foto P. Nieting

Auch der Schweinekopf ist leicht zu erkennen, Schnauze und Farbe sind ganz typisch. Gewollte oder ungewollte Komik: Der Karton, der hier verwendet wurde, beherbergte ursprünglich Hühnerbrüste.

Groß und klein, schwer und leicht

Die Spannbreite der Werke von Markus Meurer ist hier zu erkennen: Da ist oben der große und schwere Block, zusammengefügt aus einer Vielzahl von Materialien, unten das relativ kleine Werk aus nur wenig Materialien, wegen des Steins schwer.

Markus Meurer, Kunst ist Gewicht, 2014, Assemblage, 27 x 13 x 7 cm. Foto P. Nieting

Ganz leicht das dritte Werk, das geradezu spielerisch wirkt, das nur aus verschiedenem Draht besteht.

Markus Meurer, Beginn einer Entstehumg, 2018, Assemblage, 32 x 10 x 5 cm. Foto P. Nieting

Meurer-Infos auf Hindi

Jetzt können sich kunstinteressierte Inder auch in eigener Sprache und Schrift über Markus Meurer und seine Kunst informieren. Im Netz wurde kürzlich ein Artikel in der in Indien am meisten verbreiteten Schrift Davanagari veröffentlicht, der die Angaben des deutschen Wikipedia-Eintrags über Markus Meurer auf Hindi bringt (https://fr.infon.in/9503797/1/markus-meurer.htmlt) . Eine Kurzfassung ist auch im Hindi-Wikipedia erschienen.

Hier eine kleine Kostprobe, wie das aussieht:

Markus Meurer

ⓘ Markus Meurer

मार्कस Meurer है एक जर्मन कलाकार डार्ट ब्रुत. यह बदल पाया सामग्री वस्तुओं में आलंकारिक और उत्पाद कोलाज.

1. अपने जीवन और काम

बचपन से मार्कस Meurer सीखा है अपने पिता के साथ, कलाकार डार्ट सकल उसे भी, फिराना करने के लिए सरौता और तार का उत्पादन करने के लिए वस्तुओं या आलंकारिक. लेकिन जब अपने पिता का निर्माण किया है बाइक सबसे यथार्थवादी के रूप में संभव है, मार्कस, उसे, जारी किया गया है और अधिक से अधिक में अपने काम है. तार के साथ यह जोड़ता है सामग्री, आम तौर पर माना जाता है के रूप में बेकार है, बनाता है और आंकड़े animists, अक्सर संकर प्राणियों के बीच मनुष्य, पशु और मशीन. के रूप में वह नहीं रह सकता है अपने काम से dartiste, वह अर्जित रहने वाले अपने छोटे मोटे काम के साथ. अपने रचनात्मक काम dartiste अभी भी देता है यह की शक्ति को नियंत्रित करने के लिए अपने जीवन है.

2006 तक, वह रहते थे में ज्यादातर अपने पिता के घर में Monreal, एक गांव में एइफेल. इन वर्षों में, वह इस घर में एक तरह का संग्रह । की मौत के बाद उसके माता-पिता, जीवन के Monreal, यह तेजी से मुश्किल हो गया. दोनों के बीच 2006 और 2008 में वह रहते थे के साथ अपने अंग्रेजी में इंग्लैंड में है. यह समय है खोज छपी उनकी किताब: मरने Plange आक्रोश । इस बीच, नगर पालिका के Monreal, घोषित किया गया था निर्जन और ध्वस्त कर दिया था.अपने पिता के घर.

की सहायता के साथ एक दोस्त है, मार्कस Meurer और उसकी पत्नी को वापस कर रहे हैं जर्मनी में 2008 में. वे रहते हैं के बाद से केवेलएर में लोअर राइन. अपने अपार्टमेंट में सेवा की है, उसे उसी समय एक कार्यशाला और एक शोरूम है । के सक्रिय समर्थन के साथ श्रीमती. लिसा Inckmann, के निदेशक Kunsthaus Kannen में Münster, एमेच्योर डार्ट साइट पर कर रहे हैं करने के लिए प्रतिबद्ध दिखाने के काम मार्कस Meurer में कई प्रदर्शनियों में जर्मनी में और विदेशों में ।

संग्रह डच संग्रह डे Stadshof खरीदा था महत्वपूर्ण काम करता है और प्रस्तुत किया था उन्हें प्रदर्शनियों में. वह योगदान दिया है करने के लिए जाना जाता है Markus Meurer एक व्यापक दर्शकों के लिए. हाल के वर्षों में, मार्कस Meurer का उत्पादन बढ़ गया है कोलाज, को प्रतिबिंबित जो उनकी दृष्टि की दुनिया.

Grillen

Markus Meurer, Frosch-Rennwagen-Grille, Assemblage, 2016, 18 x 15 x 30 cm. Foto: P. Nieting

Oft entstehen bei Markus Meurer Insekten, sein Vater hat ihn auf die Vielfalt und die Robustheit dieser Tiere aufmerksam gemacht. Und Markus Meurer hat die Menge der Insekten durch eigene Schöpfungen vermehrt.

Markus Meurer, Antike Grille, 2020, Assemblage, 25 x 14 x 33 cm. Foto P. Nieting

Besonders Grillen haben es ihm angetan, und so will ich hier einige Grillen zeigen, von denen er sich bei einer Veränderung seiner Wohnung getrennt hat und die demnächst bei Ausstellungen zu sehen sein werden.

Markus Meurer, Zirp-Grille, 2012, Assemblage, 20 x 11 x 19 cm. Foto: P. Nieting
Markus Meurer, Torsten-Ziesche-Grille, Assemblage, 2010, 16 x 29 x 27 cm. Foto: P. Nieting
Markus Meurerr, Schicke Grille zum Ankurbeln, 2019, Assemblage, 13 x 7 x 9 cm. Foto P. Nieting

Es gibt keinen Abfall

Markus Meurer, Assemblage, 2019. Foto P. Nieting

Alles ist Materie, sagt Markus Meurer. Und aus dem, was andere wegwerfen, macht er Kunstobjekte.

Markus Meurer, Bären-Stelzer, Assemblage, 2019, 13 x 6 x 22 cm. Foto: P. Nieting

Sie stehen fest auf dem Boden oder hängen locker von der Decke und lassen Freude an Farbe und Formen erkennen.

Markus Meurer, Plastik in der Entstehung, Assemblage, 2020. Foto: P. Nieting

So entstehen Kreationen, die an Insekten, Fische, Vögel erinnern, oft mit einem exakten Sinn für typisches Aussehen.

Bestechend: der gelbe Spatz

Markus Meurer, Gelber Spatz, Assemblage, 2019, 9 x 6 x9 cm. Foto: P. Nieting

Der „Chef“ hat sich befreit

Einmal nur war die Großplastik „Chef“ von Markus Meurer öffentlich bei einer Ausstellung in Düsseldorf zu sehen, direkt nach ihrer Entstehung. In der übrigen Zeit stand sie in Meurers kleiner Atelierwohnung.
Aber zu sehen war sie schon lange nicht mehr. Immer wieder befestigte der Künstler kleine Objekte am großen Werk, bis das darunter nur noch zu ahnen war.

Markus Meurer, Chef (Ausschnitt), Assemblage, 2015, 130 x 30 x 23 cm. Foto P. Nieting

Jetzt ist der „Chef“ mit Getöse umgefallen und hat die Wohnung blockiert. Es blieb nichts anderes übrig, als die vielen kleinen Objekte, die den „Chef“ verdeckten, aufzunehmen, zu sichten, zu fotografieren und zu verpacken für den Transport ins Depot.

Markus Meurer, Olympus-Hund (Corona-Schnüffler), Assemblage, 2018. Foto P. Nieting

Einige der Werke sollen im Laufe der Zeit hier gezeigt werden.

Markus Meurer, Zwitscher-Vogel, Assemblage, 2020. Foto P. Nieting

Der „Chef“ aber steht im Moment wieder eindrucksvoll frei an seinem Ort.

Markus Meurer im arabischen Internet

Informationen über Markus Meurer kann man im Internet auf den unterschiedlichsten Seiten in vielen Sprachen finden. Bei Wikipedia gibt es Seiten auf Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch und Spanisch. Auf unserer Webseite (www.haus-nieting.de) auf Deutsch und Englisch, auf der Seite „outsider.envirements.blogspot.com“ auf Englisch und auf der Seite „www.outsiderart.com“ auf Italienisch und Englisch.
Ganz überraschend erschien jetzt bei dem Wikipedia-Artikel über Markus Meurer auf der Seitenspalte, die auf Wikipedia-Artikel in anderen Sprachen verweist, ein neuer Eintrag in einer mir unbekannten Schrift.

Von syrischen Bekannten konnte ich erfahren, dass es sich um ägyptisches Arabisch handelt, das in vielen Ländern der arabischen Welt verstanden wird. Auch hier ist Markus Meurer jetzt vertreten.

Aus dem Fundus ans Licht

Markus Meurer, Der Zauberer, Material-Collage, 2015, 42 x 53 x 8 cm. Foto P. Nieting

Die Corona-Epidemie wirft alles durcheinander. Kontakte sind eingeschränkt. Geplante Ausstellungen werden verschoben. Das gilt auch für Markus Meurer.

Markus Meurer, Scherben-bringen-Glück – Teller, Assemblage, 2015, 21 x 21 x 5 cm. Foto P. Nieting

Dabei warten viele Werke von ihm darauf, der Öffentlichkeit präsentiert zu werden. Hier weitere Werke, die aus dem Keller ans Licht gebracht wurden.

Markus Meurer, Margarete Meurer, Assemblage, 2015, 21 x 13 x 5 cm. Foto P. Nieting

Margarete Meurer war die Großmutter von Markus Meurer, die er sehr geschätzt hat. Sie war eine gute Schützin. In der Dose (im roten Kreis) ist ein Einschussloch zu sehen.

Markus Meurer, Dosenbär, Assemblage, 2016, 24 x 17 x13 cm. Foto P. Nieting

Collagen aus dem Keller

Bei der Räumung des Kellers kamen auch bemerkenswerte Collagen ans Licht, die schon durch ihre unterschiedliche Gestaltung bestechen. Die Titel, die ich ihnen gegeben habe, sind nur vorläufige Arbeitstitel, Markus Meurer muss ihnen ihre endgültigen Titel noch geben.

„Albert Einstein“. Markus Meurer fühlt sich dem Physiker sehr verbunden, fast verwandt. (Denn seine Frau ist eine geborene Isaac. In einer Gedankenkette kommt er von diesem Namen auf den Pysiker Isaac Newton, und von diesem auf Albert Einstein. Solche Assoziationen findet man bei ihm häufiger.) Die vorgefundenen Fotos wurden von ihm teilweise übermalt, auf den Sternen sind Knopfbatterien aufgeklebt, die sie glänzen lassen.

„Jasmin“. Der Name der Tochter taucht öfter in seinen Kunstwerken auf. In dieser Collage hat Meurer in die typisierte Darstellung seines Heimatortes Monreal mit den beiden Burgruinen und der Bahnstrecke ein vorher zerrissenes Foto mit einer jungen Frau integriert.

„Kevelaer“. Eine Darstellung des jetzigen Wohnorts des Künstlers. Im Mittelpunkt des Bildes steht das Foto der Maienbasilika des Wallfahrtsortes Kevelaer mit Fahnen und Wallfahrern. Die auf dem Platz vor der Kirche vorhandenen Bäume sind weiter ausgemalt und umgeben diese wie eine überbordende Natur. Darin befinden sich rechts und links unverhältnismäßig große Figuren, die auf die Kirche hinweisen bzw. zu ihr hinlaufen.

„3 M“. Eine eigenwillige Collage, die mit Farben und Körper(teilen) spielt. In Blau ein halbes Gesicht und der Schriftzug 3 M (Markus Meurer Monreal), in Oker eine Unterteilung mit einer Frauenfigur im Kopfstand, die einen blauen Bikini trägt. Das Ganze wird umrahmt von geometrischen und figürlichen Darstellungen in Blau- und Okertönen.

Schätze aus dem Keller

Das war ein trauriger Tag für Markus Meurer. Er sammelt immer viel „Materie“, um daraus Kunst zu machen. Da häuft sich mit der Zeit einiges an, was er nicht sofort verwenden kann. Und in den beengten Wohnverhältnissen, in denen er lebt, kommt es dann manchmal zum Konflikt mit seiner Umgebung, weil die sich dadurch gestört fühlt.

So musste am Anfang dieses Monats eine große Menge der von ihm gesammelten Materie, die im Keller lagerte, entfernt werden. Dabei zeigte sich, dass sich inmitten der Materie auch zahlreiche Kunstwerke befanden, für die in seiner Wohnung offensichtlich kein Platz mehr gewesen war.

Einige der geborgenen Werke sollen hier gezeigt werden. Einen Titel haben die Werke im Moment noch nicht. Wegen der Corona-Pandemie konnte ich Markus Meurer noch nicht danach fragen. Ich werde sie später nachtragen.

Neues aus dem Atelier

Recklinghausen-Fisch, 2019

Markus Meurer, Recklinghausen-Fisch, 2019, Assemblage, 35 x18 x 30 cm. Foto P. Nieting

Einige Arbeiten von Markus Meurer aus den letzten Monaten, die nun darauf warten, ausgestellt zu werden und einen neuen Besitzer zu erfreuen.