Monatsarchiv: April 2019

Matinee zu Markus Meurer im Gelderner Wasserturm

Am 12. Mai 2019 findet im Wasserturm in Geldern am Bahnhof um 11 Uhr eine Matinee statt, die Markus Meurer gewidmet ist.

Zuerst wird ein Film über den Künstler gezeigt, den die Kunsthistorikerin Elvira van Eijll und die Filmemacherin Thierry Abels 2013 gedreht haben. Das 45minütige Werk zeigt Meurer in seinem Lebensraum in Kevelaer und lässt ihn über seine Kunstauffassung erzählen und seine Herkunft aus der Eifel.

Im Anschluss an den Film wird  Jan Henin eigene Vertonungen von Texten aus dem Buch „Die plange Angst“ vortragen. Meurer hat das Buch während eines Aufenthalts in England geschrieben.

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Treibhaus Voll Kunst!

Die Ruhrfestspielstadt Recklinghausen bringt zu den Festspielen nicht nur Theaterstücke, auch die bildende Kunst hat ihren festen Platz in dem Kulturprogramm.

In diesem Jahr versammelt Markus Jöhring Vertreter der freien Kunstszene im „Treibhaus Voll Kunst!“. Ein altes Treibhaus bietet dabei der Kunst ein ganz besonderes Ambiente.  Auch Markus Meurer zeigt hier einige Werke, u.a. diesen bisher noch nicht ausgestellten Fisch.

10. Markus Meurer, Erkannte Existenz, Assemblage, 2014, 23 x31 x 70 cm.

Markus Meurer, Erkannte Existenz, Assemblage, 2014, 23 x31 x 70 cm. Foto P. Nieting

Die Ausstellung dauert vom 11. Mai bis zum 9. Juni 2019, die Vernissage ist am 11. Mai, 16 Uhr.

Öffnungszeiten: Mo – Fr  9.00 – 12.30 und 14.30 – 18.00,  Sa  9.00 – 14.00,  So 10.30 – 12.30       Veranstaltungsort: Floristik Tausch, Westerholter Weg 155, Recklinghausen.

 

Kreativität und Fantasie

Zwei Stärken wirken bei den Arbeiten von Markus Meurer immer zusammen: Kreativität und Fantasie.

Zuerst die Kreativität. Materialien, die er gefunden hat und die in seiner Wohnung herumliegen, sprechen ihn an und bringen ihn dazu, sie mit anderen Fundstücken zu verbinden. Dazu nimmt er meistens Draht. Er ist dabei aber nicht dogmatisch: Wenn das Material es verlangt (z.B. ein Stückchen Papier oder ein bisschen Plastik), verbindet er die Objekte auch mal mit einem Tropfen Uhu.

Markus Meurer, Tauchergeschmack, Assemblage, 2013, 34 x 38 x 14 cm. Foto P. Nieting

Er arbeitet nicht auf ein Ziel hin, z.B. auf einen Fisch oder ein Insekt, sondern lässt seine Hände frei Materialien miteinander verbinden. Er kann seine Arbeit auch unterbrechen und einige Zeit später, auch Tage später, die Arbeit an dem Objekt wieder aufnehmen. Mit großen Figuren ist er oft Wochen beschäftigt. Da wechseln sich dann Ruhephasen mit Phasen intensiver Arbeit ab.

Markus Meurer, Gießkannen-Arzt, Assemblage, 2015, 13 x 15 x 3 cm. Foto P. Nieting

Wenn er mit einem Objekt zufrieden ist, gibt er ihm einen Namen. Da kommt seine Fantasie ins Spiel. Manchmal greift Meurer  dabei auf die im Objekt verwendeten Materialien zurück, manchmal greift er auf Wörter oder Zahlen auf, die am  Objekt zu lesen sind, dann wieder lässt er sich auch von der Form inspirieren, die entstanden ist. Er nimmt die Namensgebung sehr wichtig. Wer ein Kunstwerk von ihm bekommt, soll auch  einen Namen dazu bekommen.

Markus Meurer, Rotkissen-Weber, Assemblage, 2018, 10 x 30 x 22 cm.-Foto P. Nieting