Archiv der Kategorie: Skulptur

Die Verwandlung eines Drachen – 2 Phasen eines Werks

Bei einem Besuch im Atelier von Markus Meurer im August dieses Jahres beeindruckte mich ein Drache, der gerade entstanden war, so sehr, dass ich ihn sofort (auf dem Fußboden) fotografierte. Dieses Foto ist das einzige Zeugnis des Drachen in diesem Zustand.

Markus Meurer, Drache, Assemblage, 2018. Foto: P. Nieting

Denn zwei Wochen später hatte Markus Meurer ihn so stark verändert, dass er erst auf den zweiten Bilck wiederzuerkennen war. Der Drache hatte einen Reiter bekommen und einen runden Hinterbau, und viele Schlingen lassen das Werk spielerischer erscheinen. Außerdem wurde es mit Farbe besprüht, so dass die verschiedenen Materialien nicht mehr so deutlich zu unterscheiden sind.

Markus Meurer, Bezirksdrache, Assemblage, 2018, 22 x 19 x 19 cm. Foto P. Nieting

In beiden Phasen ist der Drache endrucksvoll, auch wenn  unterschiedliche Betrachter sicherlich von einer der Phasen stärker  angesprochen werden.

Jetzt bleibt das Werk unverändert, weil es für eine Ausstellung im Frühjahr 2019 bereitgestellt worden ist.

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Neue Werke: Zart und kräftig

Markus Meurer, Waldtraudling, Assemblage, 2018, 12 x 22 x 16 cm. Foto: P. Nieting

Zwei Werke, die etwas von der Bandbreite der Arbeiten von Markus Meurer zeigen: Ein zartes, leichtes Insekt und ein kompaktes, kräftiges.

Markus Meurer, Fritzschek, Assemblage, 2018, 28 x 21 x 36 cm. Foto: P. Nieting

Kunst und Handwerk

Das Handwerk dient einem praktischen Zweck, die Kunst braucht nicht unter diesen Bedingungen zu arbeiten. Ein Künstler muss  zwar die Regeln und Griffe seiner Tätigkeit beherrschen wie ein Handwerker, aber er schafft aus dem Nichts heraus Gestalt.

Markus Meurer, Japanerin, Assemblage, 2017, 11 x 22 x 16 cm. Foto: P. Nieting

Bei Markus Meurer sind es oft Tiere, die kein Zoologiebuch kennt, die aber nichtsdestotrotz leben. Er lässt das Material, das ihm zur Verfügung steht, eine Daseinsform gewinnen, die nicht in dessen ursprünglicher Existenz angelegt war. Volumen, Farben und Linien verwandeln sich nach dem Willen des Künstlers. Dabei wirken  eine deutlich erkennbare handwerklich-technische und eine schwer fassbare geistige Tätigkeit zusammen und erzeugen eine neue Realität.

Markus Meurer, Blumenschmuck-Starter-Skorpion, Assemblage, 2017, 18 x 17 x 27 cm. Foto: P. Nieting

Diese kann nun, solange sie dauert, in den Augen, Herzen und Hirnen anderer Menschen unabsehbar Eindrücke, Empfindungen und Gedanken auslösen.

(In Anlehnung an Ausführungen von Gerhard Ulrich in seiner Broschüre „Was ist Kunst?“, Gütersloh 1967, S.7f.)

Markus Meurer, Kuck-nach-Oben-Biene, Assemblage, 2018, 13 x 12 x17 cm. Foto: P. Nieting

Tierisches

Markus Meurer, Superkekskäfer, Assemblage, 2008, 20 x 17 x 40 cm. Foto: P. Nieting

Markus Meurer, Grünes Schneckenglück, Assemblage, 2010, 30 x 8 x 14 cm. Foto: P. Nieting

Zwei tierische Skulpturen von Markus Meurer aus seiner Anfangszeit in Kevelaer.

Aus dem Atelier

Hier zwei neue Werke von Markus Meurer, die etwa gleichzeitig entstanden und sehr verwandt sind:

Markus Meurer, Die schnelle Reinigungsmaschine der Liebe, Assemblage, 2018, 17 x 15 x 28 cm. Foto: P. Nieting

Markus Meurer, Die Liebe zur Kunst, Assemblage, 2018, 20 x 13 x 5 cm. Foto: P. Nieting

Und ein älteres, das der Künstler jetzt freigegeben hat.

Markus Meurer, Sexgott-Erinnerung, Assemblage, 2010, 21 x 12 x 7 cm. Foto: P. Nieting

 

 

 

Art Brut Biennale 2018 in Hengelo eröffnet

Elvira van Eijl und das Team der Art Brut Biennale haben ganze Arbeit geleistet. Die dritte Biennale in Hengelo ist großartig geworden und übertrifft noch ihre beiden Vorgänger. Außergewöhnliche Künstler werden gezeigt, und auch der Aufbau der Ausstellung ist sehr gelungen. Die Ausstellung ist noch bis zum 3. Juni zu sehen, täglich von 10 bis 20 Uhr im Hazemeijer-Komplex in Hengelo / Nl, Hazemeijerstraat.
Hier ein Bild von der Präsentation von Werken von Markus Meurer, vorne rechts die Großfigur „Kassandra“:

Werke von Markus Meurer auf der Art Brut Biennale 2018 in Hengelo

Meurers Moleküle nach Hengelo

Endlich kann eine wichtige Werkgruppe von Markus Meurer einer größeren Öffentlichkeit gezeigt werden.
Es handelt sich um 6 lebensgroße Figuren, die 2015 und 2016 in einem intensiven Arbeitsprozess in Kevelaer entstanden sind. Der Künstler hat viele Fundstücke und Lebenszeugnisse in diese Figuren eingearbeitet, die damit quasi ein Stück seines Lebens präsentieren. Es sind „Moleküle“, Frauengestalten, die für Meurer Unterstützerinnen sind. Lange Zeit konnte er nicht auf die Kraft verzichten, die von diesen Figuren ausgeht.

Bemerkenswert ist der Kontrast zwischen den glatten Gesichtern der Schaufensterpuppen und dem ungefügen Korpus der Figuren. Jetzt hat er die Figuren auf eine Reise zur 3. Art Brut Biennale nach Hengelo / NL geschickt, wo die Besucher sich mit ihnen auseinandersetzen können.
Am 12. Mai 2018 wurden sie in Kevelaer abgeholt, in der Ausstellung werden sie ab dem 25. Mai 10 Tage zu sehen sein.

Markus Meurer bei der Art Brut Biennale 2018 in Hengelo

Die Art Brut Biennale in Hengelo / NL ist im Jahre 2018 noch internationaler als in den Vorjahren. Teilnehmer aus Holland, Deutschland, Frankreich, der Schweiz und aus Japan zeigen hier ihre Kunstwerke.
Markus Meurer ist hier seit der ersten Ausstellung mit wichtigen Werken vertreten. Auch in diesem Jahr werden seine beeindruckenden Arbeiten die Besucher anziehen.

Markus Meurer, Rochenflieger, Assemblage, 2017, 11 x 33 x 23 cm. Foto: P. Nieting

Die Ausstellung wird am 25. Mai 2018 um 20 Uhr eröffnet im Hazemeijer-Komplex, Tuindorpstraat 61, 7555 CS Hengelo. Bis zum 3. Juni 2018 ist sie täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Markus Meurer, Wal-Haifischlein, Assemblage, 2017, 7 x 10 x 18 cm. Foto: P. Nieting

Gerhard Ulrich: Was ist Kunst? (Ordnung und Eigenart)

„Alle Kunstwerke zeigen Gesetzmäßigkeit. Sie haben eine nur ihnen innewohnende Ordnung, einen nur ihnen eigentümlichen Rhythmus, die sich sowohl im Gesamt wie in den Teilen äußern. … Dieses Ordnungsprinzip ist zutiefst mit der inneren Beschaffenheit und Begabung des Künstlers verknüpft, es drückt sein Wollen und Vermögen aus.  Aber es hängt auch von den Möglichkeiten ab, die der jeweiligen Kunstgattung zur Verfügung stehen. Es geht dabei um Materialien und Werkzeuge, zu denen vom Künstler her ganz bestimmte Neigungen bestehen.“

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Markus Meurer, Petra – Ma Maid (Detail), Assemblage, 2008, 54 x 25 x 30 cm. Foto: P. Nieting

„Denn in der Kunst gibt es immer wieder eine Zone, in der Geistig-Seelisches und Materiell-Technisches untrennbar ineinander übergehen oder sich gegenseitig bedingen. Das Kunstwerk ist nicht nur Geist und Seele, sondern auch Leib. Dieser Leib aber besteht aus Flächen und Körpern, aus Maßen und Proportionen, aus Linien und Farben. …Man bringt diese Elemente zueinander in Ordnungsverhältnisse. In dieser ‚Komposition‘ werden sie dissonant zu Spannungen gebracht oder harmonisch gelöst.“ (Gerhand Ulrich, Was ist Kunst?, Gütersloh 1967, S. 26 f.)

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Markus Meurer, Petra – Ma Maid, Assemblage, 2008, 54 x 25 x 30 cm. Foto: P. Nieting

Freigegeben

Markus Meurer, Kunststrahler, 2017, 22 x 18 x 6 cm. Foto: P. Nieting

Die Ausstellung in Berlin ist beendet, die Arbeit für die Kunst bleibt. Hier zwei neu freigegebene Werke.

Markus Meurer, Segelboot spezial, 2015, 28 x 40 x 14 cm, Foto: P. Nieting

Prof. Dr. Klaus Hammer zu den Großfiguren von Markus Meurer

In einer ausführlichen Rezension der Ausstellung im „Neuen Deutschland“ v. 10.3.2018 setzt sich Prof. Klaus Hammer auch mit den großen Skulpturen „Michael Jackson“ und „Der Chemiker“ auseinander.
Die „produktive Schockwirkung“ beruhe auf der „Verbindung von nicht Zusammengehörendem, aber in entscheidendem Maße wohl auf der penetranten Präsenz des Dinglichen. Es sind wahre Schreine des Abfalls, hochdramatisch manchmal, tragisch in der Gebärde oder grotesk, oft von ansteckender Heiterkeit in ihrer Emsigkeit. Aber sind sie nicht auch Dokumentationen der Notwehr des Menschen gegen die Übermacht der Dinge um uns?“
Sein Fazit: „So wird der Ausstellungsort zum Erlbenisort, das „Ding“, das geheimnisvolle und und psychologisch eindrucksvolle Gebilde zu einem verwirrenden und alle herkömmlichen ästhetischen Muster durchkreuzenden Ereignis.“

Einladung nach Berlin

Eine Solo-Ausstellung mit Werken von Markus Meurer wird
im Herzen von Berlin am 7. März 2018 um 19 Uhr eröffnet. Hier sind viele kleinere Arbeiten des Künstlers zu sehen, die zum ersten Mal gezeigt werden, z. B. die eindrucksvolle „Frauenkreuzigungsbefreiung“.
Daneben ziehen zwei lebensgroße Figuren den Blick des Betrachters auf sich: Neben „Michael Jackson“ ist das der „Chemiker“, eine Skulptur, die über mehrere Jahre gewachsen ist.

Markus Meurer, Chemiker (Detail), Assemblage, 2015, 182 x 67 x 64 cm. Foto: P. Nieting

Als weiterer Höhepunkt überrascht eine große Rauminstallation, die die Lebenssituation des Künstlers nachbildet.
Die Ausstellung wird gezeigt in der Galerie ART CRU in Berlin-Mitte, Oranienburger Str. 27, im Kunsthof, 8.3. – 7.4. 2018, Di – Sa 12 – 18 Uhr.

„Michael Jackson“ in Berlin

Die Skulptur „Michael Jackson“, die Markus Meurer zu Beginn seiner Zeit in Kevelaer fertiggestellt hat, hat jetzt ihre Premiere in Berlin. Sie ist das Flaggschiff der Ausstellung des Künstlers in der Galerie ART CRU, die am 7. März 2018 um 19 Uhr eröffnet wird.

Markus Meurer, Michael Jackson (Detail), Assemblage, 2008, 157 x 51 x 38 cm. Foto: P. Nieting

Die Ausstellung läuft vom 8. März bis zum 7. April 2018, in Berlin, Oranienburger Str. 27 (im Kunsthof), dienstags bis samstags, 12 bis 18 Uhr.

 

Fritz Meurer und sein Sohn Markus Meurer

Auch der Vater von Markus Meurer, Fritz Meurer (1932 – 2003), war ein Outsider Künstler. Er schnitzte und kolorierte naturgetreu kleine Figuren aus Holz, die er an Touristen verkaufte.

Fritz Meurer, Hummeln, ca, 1970. Foto: P. Nieting

In den 70er und 80er Jahren meißelte er für den Besitzer eines Steinbruchs Figuren aus dem da abgebauten Lava-Basalt.

Fritz Meurer, Figur im Mayener Grubenfeld. Foto: P. Nieting

Als Motorrad-Freak baute er auch aus Abfallmaterialien kleine Motorräder, die den Originalen verblüffend ähnlich sahen. Diese Motorrad-Modelle von Fritz Meurer  wurden durch die Vermittlung des Bildhaues Udo Weingart von 1968 bis 1972 in Galerien und Museen ausgestellt (Galerie Werner, Köln, Folkwang Museum Essen, frans hals museum, Haarlem). Fritz Meurer zog sich aber bald wieder aus der Öffentlichkeit zurück. Seine Werke sind weit verstreut. Wenige sind in seiner Familie erhalten.

Fritz Meurer ließ seinen Sohn Markus schon als Kind bei seiner Arbeit zusehen und selbst arbeiten und unterstützte ihn. Dass Markus immer stärker seiner Fantasie freien Lauf ließ, begrüßte er. „Du bist besser als ich“, soll er gesagt haben.

Markus Meurer bewundert seinen Vater sehr, aber mit dessen Werken verfährt er ebenso wie mit den eigenen: Wenn er fühlt, dass sie verändert werden wollen, scheut er nicht davor zurück, sie weiter zu bearbeiten. Ein altes Motorrad-Modell seines Vaters, das lange in seinem Arbeitsraum stand, erhielt plötzlich einen Fahrer nach der Art von Markus und so entstand die folgende Arbeit:

Fritz Meurer, Motorrad, ca. 1970, erweitert von Markus Meurer, 2015, Assemblage, 30 x 15 x 42 cm. Foto: P. Nieting

 

Jetzt fliegen sie

Die neue Ausstellung in der Galerie Herenplaats in Rotterdam ist eröffnet. „Ontdecken, vliegen, landen“ heißt sie, und das ist für viele Objekte von Markus Meurer passend.
Bei dieser Ausstellung haben die Ausstellungsmacher sich etwas genz Besonderes einfallen lassen: einige Kunstwerke von Meurer hängen nicht nur von der Decke, sie bewegen sich auch, ein kleiner Motor sorgt dafür, dass sie langsam schwebend ihre Bahnen ziehen. Wunderschön. (Das lässt sich leider nicht im Foto festhalten, das muss man sich an Ort und Stelle ansehen.)

Markus Meurer, Schnelle Brigitte, 2008, 31 x 19 x 46 cm, in der Galerie Herenplaats, Rotterdam. Foto: P. Nieting

Und auch die Bilder und Collagen von Greitje Killian und Kay Hessels sind sehenswert. Ein Besuch in der Galerie lohnt sich.
Die Ausstellung läuft bis zum 30. März 2018.

Markus Meurer, Die Kleine aus Essen, 2008, 51 x 30 x 38 cm, in der Galerie Herenplaats, Rotterdam. Foto: P. Nieting

Öffnungszeiten: Montags bis freitags, 13 bis 17 Uhr, in der Rotterdamer Museumsnacht am 3. März 2018 von 20 bis 1 Uhr.

Galerie Herenplaats, Schietbaanstraat 1, Rotterdam

Markus Meurer in Rotterdam

Im November/Dezember 2017 waren bereits Kunstwerke von Markus Meurer im „Museum auf Zeit“ der „Stichting Cultureel Rijk“ in Rotterdam zu sehen, jetzt zeigt die Rotterdamer „Galerie Herenplaats“ Objekte von ihm.

In der Ausstellung „Ontdecken, vliegen, landen“ ist er neben zwei anderen Künstlern vertreten. Die Ausstellung wird eröffnet am Freitag, dem 26. Januar 2018, 17 Uhr, und wird gezeigt bis zum 30. März 2018, jeweils montags bis freitags, von 13 bis 17 Uhr.

Markus Meurer, Eiffelturmgiraffe, Assemblage, 2018, 55 x 22 x 26 cm. Foto: P. Nieting

In der Rotterdamer „Museumnacht“  am Samstag, dem 3. März2018, ist die Galerie von 20 bis 1 Uhr geöffnet.

Galerie Herenplaats, Schiedsbahnstraat 1,  3014ZT Rotterdam

Wunderreiter

Auf ins neue Jahr 2018!
Wir sind gespannt, was es alles bringen wird.

Markus Meurer, Wunderreiter, 2010, 34 x 33 x 42 cm. Foto: P. Nieting

Einige Veranstaltungen, an denen sich Markus Meurer mit Werken beteiligen wird, stehen schon fest:
Galerie Herenplaats, Rotterdam (Ende Januar 2018)
Galerie ART CRU, Berlin (März 2018)
Art Brut Biennale, Hengelo (Ende Mai 2018)

Anderes ist noch in der Planung.

(Und noch bis Ende Januar 2018 sind Werke von Meurer in der Jahresausstellung im Kunsthaus Kannen, Münster)

Kreuz – Cross – La croix

Markus Meurer setzt sich seit vielen Jahren mit dem Kreuz auseinander, und er hat öfter Kreuze geschaffen. In der Pilgerstadt Kevelaer wird er auch deshalb mit dem Kreuz konfrontiert, weil oft Prozessionen an seiner Wohnung vorbeiziehen.

Ein außergewöhnliches Kreuz, das 2012 in Kevelaer entstanden ist und bisher noch nicht öffentlich zu sehen war, hat Meurer jetzt freigegeben. Er nennt es „Frauenkreuzigungsbefreiung“.

Markus Meurerr, Frauenkreuzigungsbefreiung, Assemblage, 2012, 74 x 55 x 26 cm. Foto: P. Nieting

Das Kreuz ist relativ gr0ß und ungewöhnlich bunt. Zwei zusammengebundene Äste bilden den Stamm des Kreuzes. Um den Querbalken ist ein Gürtel gewunden, der von einem Band mit Kronen umwickelt ist. Als Korpus dient eine nackte Barbiepuppe, zwischen deren weit gespreizten Beinen eine Rakete mit der Tastatur eines Taschenrechners befestigt ist. Rechts von der Figur befindet sich ein leerer Traubenstrunk, links (auf den Fotos  nicht klar zu sehen) ein leerer Tomatenstrunk und ein Netz mit Etikett.

Markus Meurer, Frauenkreuzigungsbefreiung (Detail), Assemblage, 2012. Foto: P. Nieting

Viele weitere Einzelheiten laden zum Entdecken (und zur Interpretation) ein. Das Werk wird wahrscheinlich zuerst in der Berliner Galerie ART CRU zu sehen sein, die vom 8. März bis 7. April 2018 Werke von Markus Meurer zeigen wird.

Überraschung in Rotterdam

Markus Meurer, Korallenfisch, Assemblage, 2012, 16 x 24 x 33 cm

Ein Besuch im „Pop-Up-Grow-Big Museum“ in Rotterdam, wo den Besuchern die Outsider Art näher gebracht werden soll, war ein voller Erfolg. Zum einen werden hier ganz unterschiedliche Künstler gezeigt, zum anderen ist die Präsentation sehr gelungen.
Wir waren gespannt, wie Markus Meurers Werke ausgestellt werden, und wurden überrascht: Alle Werke waren aufgehängt worden, auch solche, die normalerweise auf Sockeln stehen. Und die Wirkung war großartig: Sie bekommen so eine bisher nie gesehene Leichtigkeit, und können zudem von allen Seiten gut betrachtet werden.

Werke von Markus Meurer im „Pop-Up–Grow-Big Museum“ in Rotterdam

Bis zum 17. Dezember 2017 ist die Ausstellung in der Westerwagenstraat 68 im Zentrum von Rotterdam freitags, samstags und sonntags von 12 – 18 Uhr zu sehen. (Ein Parkhaus befindet sich gleich gegenüber.)

Markus Meurer, Schnelle Brigitte, Assemblage, 2008, 31 x 19 x 46 cm

„Drache“ in Rotterdam – „Dragon“ in Rotterdam

Markus Meurer, Drache, Assemblage, 2009, 16 x 16 x 24 cm. Foto: P. Nieting

Neu – und nur für kurze Zeit – ist im Zentrum von Rotterdam das „Pop-Up-Grow-Big Museum“ entstanden, eingerichtet von der „Stichting Cultureel Rijk“. Bis zum 17. Dezember werden hier Werke von Outsider-Künstlern gezeigt, jeweils Fr / Sa / So von 12 – 18 Uhr. Sonntags sind zusätzliche Aktionen geplant. Der Eintritt ist kostenlos. Mit dabei: Die einzigartigen Werke von Markus Meurer.

Adresse: Westerwagenstraat 68, Rotterdam, Niederlande

Markus Meurer, Gleit-Charming, Assemblage, 2010, 37 x 39 x 23 cm. Foto: P. Nieting