Monatsarchiv: April 2016

Ältere Werke von Markus Meurer

Markus Werke in Kail 020  18x12x25 cm

Markus Meurer, Assemblage, 2000 (sign.), 18 x 12 x 25 cm

Hier werden ältere Werke von Markus Meurer aus dem Depot vorgestellt. Meurer braucht manchmal nur wenige Restmaterialien, um aus ihnen eigenwillige Skulpturen zu machen. Typisch die erste Skulptur, wo eine menschliche Figur ein Gefährt lenkt, das eine Mischung aus Maschine und Tier zu sein scheint.

Die Fliege beeindruckt durch ihre Massivität. Man kann sie geradezu brummen hören.

Markus Werke in Kail 013  7x11x16 cm

Markus Meurer, Fliege, Assemblage, vor 1990, 7 x 11 x 16 cm

Zum Schluss eine rätselhafte Figur, bei der nicht klar ist, ob es sich dabei um ein Tier oder einen Geistermenschen handelt. Das leichte Wesen steht auf schweren Eisenteilen, vielleicht ist es auch daran gefesselt. Auf dem vorderen Podest ist ein Schaf angekettet, eine Opfergabe? Meurer lässt die Materialien unverändert, auch die Farbigkeit ist Teil der Komposition.

Markus Werke in Kail 012  21x22x14 cm

Markus Meurer, Assemblage, vor 2006, 21 x 22 x 14 cm

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Neue Werke

Markus Meurer, Der perfekte Neuanfang, Assemblage 2016, 10 x 13 x 6 cm

Markus Meurer, Der perfekte Neuanfang, Assemblage 2016, 10 x 13 x 6 cm

Hier zwei kleinere Werke, die in der letzten Zeit entstanden sind: „Der perfekte Neuanfang“ ist eine eigenwillige Skulptur. Dabei verwendete Markus Meurer überwiegend metallische Materialien (Drahtfedern, Metallbügel, Schrauben), die mit unterschiedlich farbigem und unterschiedlich dickem Draht zu einem geschlossenen Objekt zusammengefasst sind. In dieses sehr zurückhaltend silbern/braun/schwarz/weiße Gebilde bringt der grüne Falter mit den Leuchtpunkten einen lebendigen Farbklecks.

Der „Taucher“, auch er ein neues Werk, nimmt ein Thema auf, das Markus Meurer seit seiner Kindheit beschäftigt. Jules Vernes Roman „2000 Meilen unter dem Meer“ wurde dem Jungen vom Großvater nahegebracht, und seitdem übt die Unterwasserwelt einen starken Reiz auf Meurer aus. Immer wieder entstehen unter seinen Händen Taucher, fast lebensgroße wie der im Depot lagernde (siehe Foto im Beitrag vom 17.7.2015), dann wieder kleinere.  Die Taucher drücken für Meurer auch ein Lebensgefühl aus. Manchmal glaubt er zu spüren, wie alles über ihm wie Wasser zusammenschlägt und er kaum noch Luft zum Atmen hat.

Bei diesem Taucher sind die Arme nur ansatzweise zu erkennen, das Sichtfeld der Tauchermaske ist dafür besonders groß. Rosa ist der Atemschlauch, der zu den Sauerstoffbehältern auf dem Rücken des Tauchers führt.

(Auch hier: Ein Doppelklick in das Foto zeigt die Einzelheiten des Objekts.)

Markus Meurer, Taucher, Assemblage 2016, 13 x 9 x 30 cm

Markus Meurer, Taucher, Assemblage 2016, 13 x 9 x 30 cm