Archiv der Kategorie: sculpture

Kunstmesse „2 x 2 Forum“ in Münster

Vom 3. bis 6. Oktober (Donnerstag bis Sonntag) 2019 findet in Münster das „2 x 2 Forum“, die Internationale Messe für Outsider Art statt. Veranstaltungsort ist das Kunsthaus Kannen, 48163 Münster, Alexianerweg 9. Die Messe ist jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Auf der Messe werden auch wieder Werke von Markus Meurer gezeigt und zum Kauf angeboten. Im Moment läuft die Vorbereitung für die Präsentation auf Hochtouren, denn die Besucher sollen einen Einblick in die Breite der künstlerischen Arbeit des Künstlers bekommen.

Markus Meurer, Auspuff-Engel, Assemblage, 2012, 18 x 26 x 50 cm.
Foto P. Nieting
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Pistolen

Pistolen findet man öfter unter den Werken von Markus Meurer. Fragt man ihn, warum das so ist, spricht er davon, dass die Liebe, die er von seiner Mutter bekommen hat, die die Menschen heilen soll, immer bedroht ist. Die Pistolen stehen für die Angreifer, sie bedrohen die Menschen. Der Künstler will die Welt aber sicherer machen. „Ich verharmlose die Gefahren“, sagt er. Er nimmt den Waffen ihre Gefährlichkeit.

Markus Meurer, Pistole, Assemblage, 9 x 3 x 21 cm, 2019. Foto P. Nieting

Bei dieser in diesem Jahr entstandenen Pistole ist die Pistole als Waffe gut zu erkennen, aber bei genauerer Betrachtung verliert sie ihren Schrecken. Einen Abzugshebel hat die Pistole zwar, aber der ist nicht funktionsfähig. Der Lauf der Pistole ist schnell als Kappe eines Kugelschreibers zu identifizieren. Das Gehäuse besteht aus Pappe. So wird die Waffe der Lächerlichkeit preisgegeben.

Markus Meurer, Pistolenschrecke, Assemblage, 13 x 14 x 27 cm, ca. 1985. Foto P. Nieting

Bei diesem (älteren) Werk geht Meurer anders vor. Er nimmt zwar ein Teil einer wirklichen Pistole und ergänzt sie durch einen neuen Schaft aus grob bearbeitetem Holz. Aber dann dreht er die Pistole und gibt ihr Füße und Fühler und lässt sie zu einem Insekt werden. Meurer hat die Funktion der Waffe wirklich verdreht: Aus einem Instrument zum Töten ist ein robustes Lebewesen geworden.

Mystic Man

Eine große Figur wächst in Meurers Wohn-Atelier, derzeitiger Name:  „Mystic Man“. Markus Meurer arbeitet an solchen Werken nicht ohne Unterbrechung, intensive Arbeitsphasen wechseln sich mit Ruhephasen ab. Das erste Foto zeigt das Werk im April 2019, die Figur besteht fast ausschließlich aus Metallteilen und Draht.

Markus Meurer, Mystic Man, Assemblage, April 2019. Foto P. Nieting

Im Laufe der letzten Monate hat sich das Werk verändert, es ist nicht mehr so streng, andere Materialien geben ihm mehr Farbe und lockern es auf.

Markus Meurer, Mystic Man, Assemblage, 200 x 104 x 50 cm, Juli 2019. Foto P. Nieting

Hier eine Detailaufnahme des Gesichts von der Figur:

Markus Meurer, Mystic Man (Detail), Assemblage, 2019. Foto P. Nieting

Kleine Kunstwerke

Während in der Wohnung von Markus Meurer wieder eine überlebensgroße Figur wächst, ist gleichzeitig ein kleines Kunstwerk entstanden, das durch seine Zierlichkeit besticht und durch die Verwendung der Materialien verblüfft.

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Markus Meurer, Ich werd reich, Assemblage, 8 x 2,5 x 14 cm, 2018. Foto P. Nieting

Der Titel von Meurers Werk „Papa, Monreal“ von 2015 verwundert zuerst, weil nicht sein Herkunftsort Monreal, sondern sein jetziger Wohnort Kevelaer als Schriftzug deutlich hervorsticht. Aber  Monreal ist durch die schematisch dargestellte Burg präsent,  sein Vater als Motorradfahrer. Beide sind in Meurers Gedankenwelt immer anwesend, genau so wie sein „Molekül“, seine Traumfrau.

Markus Meurer, Papa, Monreal, Assemblage, 16 x 10 x 2 cm., 2015. Foto P. Nieting

Treibhaus Voll Kunst!

Die Ruhrfestspielstadt Recklinghausen bringt zu den Festspielen nicht nur Theaterstücke, auch die bildende Kunst hat ihren festen Platz in dem Kulturprogramm.

In diesem Jahr versammelt Markus Jöhring Vertreter der freien Kunstszene im „Treibhaus Voll Kunst!“. Ein altes Treibhaus bietet dabei der Kunst ein ganz besonderes Ambiente.  Auch Markus Meurer zeigt hier einige Werke, u.a. diesen bisher noch nicht ausgestellten Fisch.

10. Markus Meurer, Erkannte Existenz, Assemblage, 2014, 23 x31 x 70 cm.

Markus Meurer, Erkannte Existenz, Assemblage, 2014, 23 x31 x 70 cm. Foto P. Nieting

Die Ausstellung dauert vom 11. Mai bis zum 9. Juni 2019, die Vernissage ist am 11. Mai, 16 Uhr.

Öffnungszeiten: Mo – Fr  9.00 – 12.30 und 14.30 – 18.00,  Sa  9.00 – 14.00,  So 10.30 – 12.30       Veranstaltungsort: Floristik Tausch, Westerholter Weg 155, Recklinghausen.

 

Kreativität und Fantasie

Zwei Stärken wirken bei den Arbeiten von Markus Meurer immer zusammen: Kreativität und Fantasie.

Zuerst die Kreativität. Materialien, die er gefunden hat und die in seiner Wohnung herumliegen, sprechen ihn an und bringen ihn dazu, sie mit anderen Fundstücken zu verbinden. Dazu nimmt er meistens Draht. Er ist dabei aber nicht dogmatisch: Wenn das Material es verlangt (z.B. ein Stückchen Papier oder ein bisschen Plastik), verbindet er die Objekte auch mal mit einem Tropfen Uhu.

Markus Meurer, Tauchergeschmack, Assemblage, 2013, 34 x 38 x 14 cm. Foto P. Nieting

Er arbeitet nicht auf ein Ziel hin, z.B. auf einen Fisch oder ein Insekt, sondern lässt seine Hände frei Materialien miteinander verbinden. Er kann seine Arbeit auch unterbrechen und einige Zeit später, auch Tage später, die Arbeit an dem Objekt wieder aufnehmen. Mit großen Figuren ist er oft Wochen beschäftigt. Da wechseln sich dann Ruhephasen mit Phasen intensiver Arbeit ab.

Markus Meurer, Gießkannen-Arzt, Assemblage, 2015, 13 x 15 x 3 cm. Foto P. Nieting

Wenn er mit einem Objekt zufrieden ist, gibt er ihm einen Namen. Da kommt seine Fantasie ins Spiel. Manchmal greift Meurer  dabei auf die im Objekt verwendeten Materialien zurück, manchmal greift er auf Wörter oder Zahlen auf, die am  Objekt zu lesen sind, dann wieder lässt er sich auch von der Form inspirieren, die entstanden ist. Er nimmt die Namensgebung sehr wichtig. Wer ein Kunstwerk von ihm bekommt, soll auch  einen Namen dazu bekommen.

Markus Meurer, Rotkissen-Weber, Assemblage, 2018, 10 x 30 x 22 cm.-Foto P. Nieting

Fische

Die Produktivität von Markus Meurer macht es immer wieder erforderlich, Platz für neue Kunstwerke zu schaffen. Dabei tauchen dann Werke auf, die lange Zeit verborgen im Hintergrund platziert waren und die jetzt in ihrer Schönheit zur Geltung kommen. Gerade sind wieder über 30 Werke des Künstlers aus ihrem Schattendasein gerissen worden. Unter ihnen auch einige Fische.

Markus Meurer, Röhrich-Fisch, Assemblage, 2016, 26 x 17 x 39 cm. Foto P. Nieting

Fische sind für Markus Meurer in zweifacher Hinsicht von Bedeutung. Zum einen hat er als Kind selbst Fische in den Bächen der Eifel gefangen; sie waren die Lieblingsspeise seiner Großmutter.

Markus Meurer, Fröhlicher Fisch, Assemblage, 2015, 32 x 33 x 39 cm. Foto P. Nieting

Zum anderen beneidet er die Fische, dass sie so wenig Luft brauchen, weil er in seiner Wohnung in Kevelaer oft das Gefühl hat, nicht genug Luft zum Atmen zu bekommen.

Markus Meurer, Frischer Scherenfisch, Assemblage, 2019, 42 x 8 x 31 cm. Foto P. Nieting

 

Galerie de La Tour in Klagenfurt zeigt Meurers Vielfalt

Auf starke Resonanz stößt die Ausstellung „Kunst aus artenvielfältiger Materie“ in der Galerie de La Tour in Klagenfurt, wo die ganze Bandbreite der Werke von Markus Meurer zu sehen ist.

Galerie de La Tou, Klagenfurtr: Ausstellung Markus Meurer

Kleine und lebensgroße Objekte, Collagen und Materialbilder werden in den schönen Räumen geschickt präsentiert.

Galerie de La Tour, Klagenfurt: Ausstellung Markus Meurer

Zahlreiche Besucher kamen schon zur Vernissage und bewunderten die Kreativität des Künstlers, der in Klagenfurt zum ersten Mal in Österreich seine Werke zeigt.

Galerie de La Tour: Ausstellung Markus Meurer

Die Ausstellung ist noch bis zum 18. April 2019 zu sehen, montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, samstags von 9 bis 13 Uhr. In der Galerie wird auch der Film  gezeigt, den Elvira van Eijl undThiery Abels über Markus Meurer gedreht haben.

Galerie de La Tour, Klagenfurt: Ausstellung Markus Meurer

Klagenfurt im Blick

Gerade auf der Welt, und schon unterwegs: Die „Porree-Schrecke“ von Markus Meurer. In der letzten Woche ist sie am Arbeitstisch des Künstlers entstanden, und jetzt ist sie mit vielen anderen Werken von Meurer in einem Karton verpackt und wartet auf den Abtransport nach Klagenfurt.

Markus Meurer, Porree-Schrecke, Assemblage, 2019, 19 x 13 x 43 cm. Foto P. Nieting

In Klagenfurt wird in der Galerie de La Tour am 28. Februar 2019  um 19 Uhr eine große Ausstellung mit Werken von Markus Meurer eröffnet („Kunst aus artenvielfältiger Materie“). Sie zeigt die ganze Bandbreite des Kunstschaffens von Meurer, kleine und große Objekte, Aquarelle und Collagen. Es ist die erste Ausstellung des Künstlers in Österreich. Die Ausstellung dauert bis zum 18. April 2019. Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-17 Uhr, Sa 9-10 Uhr.

Die Porree-Schrecke ist ein „typisches Meurer-Werk“: Die trockenen, scheinbar nutzlosen Teile einer Lauch-Stange wurden in einem künstlerischen Akt mit Draht verbunden und erhielten ein neues Leben als fragiles, fast poetisches Wesen.

Halbzeit in Düsseldorf

Noch drei Wochen sind die Werke von Semra Henin und Markus Meurer in der Galerie „bergérie des arts“ in Düsseldorf, Berger Allee 1 zu sehen (Termine nach Absprache: tel. 0211 – 32 75 29).

Markus Meurer, Befreiung der Birne, Assemblage, 2009, 11 x 22 x 18 cm. Foto P. Nieting

Markus Meurer, Befreiung der Birne, Assemblage, 2009, 11 x 22 x 18 cm. Foto P. Nieting

Am 16. 2. 2019 wird um 19 Uhr ein Film über Markus Meurer von Elvira van Eijl und Thierry Abels gezeigt.

Am 2.3.2019 beginnt um 19 Uhr die Finissage.

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Markus Meurer, „Monreal“, bemalter Karton im Atelier, 2019. ca. 50 x 70 cm. Foto P. Nieting

Meurers Objekte schweben im Raum

Eine ganz eigenartige Leichtigkeit erhalten die Objekte von Markus Meurer in der Ausstellung in der Düsseldorfer Galerie „bergérie des arts“, die am Samstag eröffnet wurde. Viele der ausgestellten Kunstwerke hängen an fast unsichtbaren Kunststofffäden im Raum und scheinen so ihr Gewicht zu verlieren.

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Werke von Markus Meurer in der Galerie „bergérie des arts“ in Düsseldorf

Ergänzt werden die Werke durch kleine, zarte Zeichnungen von Semra Henin, die auch von ihr gedrehte Filme zeigt.20190126_194105

Die Galerie befindet sich in der Berger Allee 1 in Düsseldorf. Für einen Ausstellungsbesuch sollte ein Termin über 0211 – 32 75 29 abgesprochen werden. Am Samstag, dem 16. Februar 2019, wird in der Galerie um 19 Uhr ein Film von Elvira van Eijl und Thierry Abels über Markus Meurer gezeigt („Man muss mit der Materie umgehen wie in nem Märchen“).

Einladung nach Düsseldorf

Am 26. Januar 2019  um 18 Uhr startet die Ausstellung „kabinett“ mit Arbeiten von Semra Henin und Markus Meurer in der Galerie „bergérie des arts“ in Düsseldorf, Berger Allee 1 . Bei der Eröffnung wird ein Film von Semra Henin gezeigt und ein Film von Filip Henin über Markus Meurer.

Markus Meurer, Gießkannenkunst, Assemblage, 2009, 14 x 40 x 43 cm. Foto P. Nieting

Die Ausstellung geht bis zum 2. März,  die Finissage beginnt um 19 Uhr. Weitere Besuche in der Galerie können telefonisch unter 0211-32 75 29 vereinbart werden.

Markus Meurer, Stefan Meurers Klo-Erbe, Assemblage, 2015, 25 x 20 x 10 cm. Foto P. Nieting

Ausstellungen in Düsseldorf und Klagenfurt

Gleich bei zwei Ausstellungen sind am Anfang des neuen Jahres Werke von Markus Meurer zu sehen.

Markus Meurer, Taucher, Assemblage, 2016, 20 x 16 x 66 cm. Foto P.Nieting

Markus Meurer, Taucher, Assemblage, 2016, 20 x 16 x 66 cm. Foto P. Nieting

Den Beginn macht eine Ausstellung in der „bergérie des arts“ in Düsseldorf, die am 26. Januar 2019 eröffnet wird. Hier werden Werke von Meurer zusammen mit Arbeiten der Filmemacherin Semra Henin gezeigt. Da ist auch der „Taucher“ zu sehen, der hier abgebildet ist.

Am 28. Februar 2019 folgt eine Einzelausstellung in der Galerie de La Tour in Klagenfurt, die bis zum 16. April läuft. Es ist Meurers erste Ausstellung in Österreich.

Ein Engel zum Jahreswechsel

Immer wieder tauchen unter den Werken von Markus Meurer Engel auf. Diesen Engel, der schon 2016 entstanden ist, fanden wir jetzt in einem Karton mit diversen anderen Objekten.

Markus Meurer, Imkes Traum-Engel, Assemblage, 2016, 32 x 30 x 10 cm. Foto P. Nieting

Für sein Gesicht benutzte Meurer eine glatte fotografische Vorlage, die er aber mit Filzstift und Wachs und Farbe so veränderte, dass die Glätte gemildert wurde und „sein“ Engel entstand.

Es ist ein besonderer Engel, die Flügel sind grob aus Draht hergestellt, das Gewand ist  zusammengeknülltes Zellophanpapier, die gefalteten Hände sind nur angedeutet, der Blick ist abgewendet.

„Aber er hat eine schöne Ausstrahlung“, sagt Markus Meurer, „in seiner losgelassenen Entstehung ist er einzigartig schön.“  – Natürlich bete er, „das ist das Übliche bei Engeln, die beschützen mit ihrem Gebet die Menschen.“  Das abgewandte Gesicht?  „Der hat eigentlich ganz andere Dinge zu tun, das macht er nur nebenbei.“

Vogel im Advent

Ein eleganter Vogel von Markus Meurer auf einem Adventskranz. Das Holzstück, aus dem der Vogel entstanden ist, wurde nur leicht bearbeitet, hier spielt die Farbe die Hauptrolle. Etwas Rinde wurde am Holz belassen und bildet die Flügel des Vogels.

Markus Meurer, Vogel auf Adventskranz

Markus Meurer, Vogel auf AdventskranzAssemblage, 2015, 9 x 3,5 x 11 cm. Foto P. Nieting

Typisch Meurer: Der Vogel sitzt auf einem dicken Korken. Zwei Kronkorken verstärken die Unterlage. Draht verbindet alles. Und schon ist aus weggeworfenem Material eine bezaubernde Skulptur entstanden.

Emmanuel Merle zu Markus Meurer

In dem Katalog zur „art partagé 2018“ in Rives setzt sich der französische Lyriker Emmanuel Merle mit den Werken in der Ausstellung auseinandert.

Bei Markus Meurer geht er auf dessen großen Figuren ein. Er schreibt:

Que voit-on lorsqu’on éviscère une télévision ? Lorsqu’on désosse un ordinateur ou un portable ? S’imagine-t-on ramper dans les circuits labyrinthiques et numériques des big data ?

Le chaos organisé, le recyclage des déchets industriels et informatiques et la rationalisation déjantée du sousobjet débouchent, c’est selon, sur la tendresse ou l’angoisse, deux faces d’une même pièce rouillée ou étincelante.

Car l’humain est au cœur de ces sculptures, un humain que son augmentation technologique en cyborg ne pourra jamais faire complètement disparaître.

Markus Meurer, Chemiker, Assemblage, 2015, 185 x 60 x 60 cm.     Foto P. Nieting

Hier der Versuch einer Übertragung ins Deutsche (mit Dank an Jan, Ingrun und Anny):

Was kommt zum Vorschein, wenn man einen Fernseher zerlegt? Wenn man einen Computer oder ein Handy auseinandernimmt? Stellt man sich bisweilen vor, durch die labyrinthischen digitalen verschlungenen Wege kriechen zu können?

Die Organisation des Chaos, die Verwertung von industriellen Abfällen und weggeworfenen Datenträgern, die Freilegung von Darunterliegendem, sie erzeugen etwas gleichermaßen Zartes und Furchterregendes, zwei Seiten einer Medaille, verrostet und sternenfunkelnd zugleich.

So wohnt diesen Skulpturen etwas zutiefst Menschliches inne, etwas Menschliches, das trotz ihrer Überhöhung zu Maschinenwesen niemals ganz verschwindet.

 

Markus Meurer in Rives

Die „7ème Biennale de l’art partagé“ in Rives (in Südfrankreich zwischen Lyon und Grenoble) zeigt noch bis zum 18. November starke Kunst aus vielen Ländern Europas.

Werke von Markus Meurer auf der 7.Biennale de l’art partagé 2018 in Rives.

Die Werke von Markus Meurer sind hier eindrucksvoll ausgestellt, drei seiner großen Figuren rahmen die kleineren ein, die teilweise ganz leicht und hervorgehoben an der Wand befestigt sind, teilweise auch ganz dicht zu Füßen der Goßfiguren versammelt sind.

Detail der Ausstellung: Die 1. Ärztin

Die Ausstellung ist täglich geöffnet von 12 bis 14 Uhr. Ausstellungsort ist die Salle F. Mitterand, 96, rue Sadi Carnot in 38140 Rives.

 

Engelsbefreiung


Die Ausstellung in Rives südöstlich von Lyon ist eröffnet, endlich sind Werke von Markus Meurer auch in Südfrankreich zu sehen. Bilder davon kommen später.
Bis dahin Fotos von neuen Objekten des Künstlers.

Markus Meurer, Engelsbefreiung, Assemblage, 2018, 13 x 9 x 6 cm. Foto P. Nieting

Hier trägt die Fischdose zum Titel des Werks bei. Das zweite Werk hat seinen Titel von der Plastikflasche erhalten, die in ihm enthalten ist.

Markus Meurer, Kuschelweich, Assemblage, 2018,45 x 16 x 38 cm. Foto P. Nieting

Die Verwandlung eines Drachen – 2 Phasen eines Werks

Bei einem Besuch im Atelier von Markus Meurer im August dieses Jahres beeindruckte mich ein Drache, der gerade entstanden war, so sehr, dass ich ihn sofort (auf dem Fußboden) fotografierte. Dieses Foto ist das einzige Zeugnis des Drachen in diesem Zustand.

Markus Meurer, Drache, Assemblage, 2018. Foto: P. Nieting

Denn zwei Wochen später hatte Markus Meurer ihn so stark verändert, dass er erst auf den zweiten Bilck wiederzuerkennen war. Der Drache hatte einen Reiter bekommen und einen runden Hinterbau, und viele Schlingen lassen das Werk spielerischer erscheinen. Außerdem wurde es mit Farbe besprüht, so dass die verschiedenen Materialien nicht mehr so deutlich zu unterscheiden sind.

Markus Meurer, Bezirksdrache, Assemblage, 2018, 22 x 19 x 19 cm. Foto P. Nieting

In beiden Phasen ist der Drache endrucksvoll, auch wenn  unterschiedliche Betrachter sicherlich von einer der Phasen stärker  angesprochen werden.

Jetzt bleibt das Werk unverändert, weil es für eine Ausstellung im Frühjahr 2019 bereitgestellt worden ist.

Neue Werke: Zart und kräftig

Markus Meurer, Waldtraudling, Assemblage, 2018, 12 x 22 x 16 cm. Foto: P. Nieting

Zwei Werke, die etwas von der Bandbreite der Arbeiten von Markus Meurer zeigen: Ein zartes, leichtes Insekt und ein kompaktes, kräftiges.

Markus Meurer, Fritzschek, Assemblage, 2018, 28 x 21 x 36 cm. Foto: P. Nieting