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„Michael Jackson“ in Berlin

Die Skulptur „Michael Jackson“, die Markus Meurer zu Beginn seiner Zeit in Kevelaer fertiggestellt hat, hat jetzt ihre Premiere in Berlin. Sie ist das Flaggschiff der Ausstellung des Künstlers in der Galerie ART CRU, die am 7. März 2018 um 19 Uhr eröffnet wird.

Markus Meurer, Michael Jackson (Detail), Assemblage, 2008, 157 x 51 x 38 cm. Foto: P. Nieting

Die Ausstellung läuft vom 8. März bis zum 7. April 2018, in Berlin, Oranienburger Str. 27 (im Kunsthof), dienstags bis samstags, 12 bis 18 Uhr.

 

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Kunst im Karton

Eine kleine Sozialwohnung in Kevelaer und ein produktiver Künstler: Das passt nur schwer zusammen, das gibt Konflikte. Die Wohnung ist erst voll, dann übervoll, und die Kunstwerke müssen irgendwo bleiben. Erst vor der Etagentüre, dann im Flur, dann auf dem Vordach. Bis die Vermieterin einschreitet und das verbietet. Doch lässt sich Kreativität verbieten?

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Markus Meurer in seinem Wohnzimmer / Atelier Dezember 2017. Foto: P. Nieting

Im Herbst 2017 findet Markus Meurer einen Ausweg: Die Kunstwerke kommen in große Kartons, und die sollen ins Depot in der Eifel, in dem Freunde alte Werke von ihm aufbewahren.
(Ein Depot am Niederrhein könnte der Künstler gut gebrauchen.)
Die Idee mit der Kunst im Karton arbeitete wohl in Markus Meurer weiter, und plötzlich stapelten sich im Dezember 2017 in seiner Wohnung kleine Kartons bis zur Decke: Der Künstler will  Kunstwerke in Kartons legen, diese zukleben (!), die Kartons bemalen, und dann versteigern.

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Kartons im Wohnraum von Meurer, Dezember 2017. Foto: P. Nieting

Der Ersteigerer bekommt  4 Bilder (auf den 4 Seiten des Kartons), und ein oder mehrere Werke von Meurer im Karton. Der Besitzer müsse den Karton nicht unbedingt öffnen, sagt Meurer, er könne auch das Geheimnis des Inhalts bewahren.

Wir werden sehen, ob diese Idee aufgeht. Mindestens ein „Kunstkarton“ wird im März 2018 in Berlin in der Galerie ART CRU angeboten werden.

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Geoffneter „Kunstkarton“, Januar 2018. Foto: P. Nieting

 

Kreuz – Cross – La croix

Markus Meurer setzt sich seit vielen Jahren mit dem Kreuz auseinander, und er hat öfter Kreuze geschaffen. In der Pilgerstadt Kevelaer wird er auch deshalb mit dem Kreuz konfrontiert, weil oft Prozessionen an seiner Wohnung vorbeiziehen.

Ein außergewöhnliches Kreuz, das 2012 in Kevelaer entstanden ist und bisher noch nicht öffentlich zu sehen war, hat Meurer jetzt freigegeben. Er nennt es „Frauenkreuzigungsbefreiung“.

Markus Meurerr, Frauenkreuzigungsbefreiung, Assemblage, 2012, 74 x 55 x 26 cm. Foto: P. Nieting

Das Kreuz ist relativ gr0ß und ungewöhnlich bunt. Zwei zusammengebundene Äste bilden den Stamm des Kreuzes. Um den Querbalken ist ein Gürtel gewunden, der von einem Band mit Kronen umwickelt ist. Als Korpus dient eine nackte Barbiepuppe, zwischen deren weit gespreizten Beinen eine Rakete mit der Tastatur eines Taschenrechners befestigt ist. Rechts von der Figur befindet sich ein leerer Traubenstrunk, links (auf den Fotos  nicht klar zu sehen) ein leerer Tomatenstrunk und ein Netz mit Etikett.

Markus Meurer, Frauenkreuzigungsbefreiung (Detail), Assemblage, 2012. Foto: P. Nieting

Viele weitere Einzelheiten laden zum Entdecken (und zur Interpretation) ein. Das Werk wird wahrscheinlich zuerst in der Berliner Galerie ART CRU zu sehen sein, die vom 8. März bis 7. April 2018 Werke von Markus Meurer zeigen wird.

„Monreal“ nach Kevelaer

Ein  für ihn ungewönliches Bild hat Markus Meurer in den 1980er Jahren  gemalt: „Monreal“, seine Heimatgemeinde. Das Bild befand sich zuletzt im Depot in der Eifel, jetzt wollte der Künstler es wieder in seinem Atelier in Kevelaer haben. Und so können auch seine Besucher es wieder sehen.

Markus Meurer, Monreal. Foto P. Nieting

Mit liebevollen Einzelheiten ist der Ort dargestellt, die Häuser drängen sich eng um die Kirche, über dem Ort ragen die Löwenburg und die Philippsburg, und dazwischen fährt die Eisenbahn.

Markus Meurer, Monreal (Detail: Ortsmitte). Foto P. Nieting

Die Detail-Aufnahmen zeigen die außergewöhnliche Schönheit der Darstellung.

Markus Meurer, Monreal (Detail: Eisenbahn). Foto P. Nieting

Fliegender Leiter-Fisch

Ein leichtes Werk zum Jahresanfang. Es drückt einen Wunsch von Markus Meurer aus: Frei und losgelöst von allem Engen über den Dingen zu schweben.Markus Meurer, Fliegender Leiterfisch, Assemblage, 2016,20,5 x 12 x 35 cmMarkus Meurer, Fliegender Leiterfisch, Assemblage, 2016, 20,5 x 12 x 35 cm

(Er sucht immer noch nach einem – kostenlosen – Raum in Kevelaer oder der näheren Umgebung, in dem er seine Werke unterbringen kann.)

Die Löwenburg von Monreal als Wandgemälde in Kevelaer

Die Familie Meurer wohnte unterhalb der Löwenburg von Monreal, und das Burggelände war der Spielplatz für die Kinder. In vielen Bildern und Collagen von Markus Meurer finden sich Ansichten der Burg und des Elternhauses.
Jetzt hat er auf den Wänden der Dachterrasse seiner Wohnung in Kevelaer ein großformatiges Bild gemalt, das die Erinnerung an die Heimat wiedergibt. Wie im magischen Realismus sind die Burg und der Berg beseelt, was besonders deutlich wird, wenn man das erste Foto durch Anklicken vergrößert.

Markus Meurer, Monreal, Löwenburg, Wandgemälde 2014, Gesamtansicht, ca. 300x700cm

Markus Meurer, Monreal, Löwenburg, Wandgemälde, 2014, Gesamtansicht, ca. 300x700cm

Markus Meurer, Monreal, Löwenburg, Wandgemälde 2014 ,Seitenansicht

Markus Meurer, Monreal, Löwenburg, Wandgemälde, 2014, Seitenansicht: Das Elternhaus unterhalb der Burg