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Prof. Dr. Klaus Hammer zu den Großfiguren von Markus Meurer

In einer ausführlichen Rezension der Ausstellung im „Neuen Deutschland“ v. 10.3.2018 setzt sich Prof. Klaus Hammer auch mit den großen Skulpturen „Michael Jackson“ und „Der Chemiker“ auseinander.
Die „produktive Schockwirkung“ beruhe auf der „Verbindung von nicht Zusammengehörendem, aber in entscheidendem Maße wohl auf der penetranten Präsenz des Dinglichen. Es sind wahre Schreine des Abfalls, hochdramatisch manchmal, tragisch in der Gebärde oder grotesk, oft von ansteckender Heiterkeit in ihrer Emsigkeit. Aber sind sie nicht auch Dokumentationen der Notwehr des Menschen gegen die Übermacht der Dinge um uns?“
Sein Fazit: „So wird der Ausstellungsort zum Erlbenisort, das „Ding“, das geheimnisvolle und und psychologisch eindrucksvolle Gebilde zu einem verwirrenden und alle herkömmlichen ästhetischen Muster durchkreuzenden Ereignis.“

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Einladung nach Berlin

Eine Solo-Ausstellung mit Werken von Markus Meurer wird
im Herzen von Berlin am 7. März 2018 um 19 Uhr eröffnet. Hier sind viele kleinere Arbeiten des Künstlers zu sehen, die zum ersten Mal gezeigt werden, z. B. die eindrucksvolle „Frauenkreuzigungsbefreiung“.
Daneben ziehen zwei lebensgroße Figuren den Blick des Betrachters auf sich: Neben „Michael Jackson“ ist das der „Chemiker“, eine Skulptur, die über mehrere Jahre gewachsen ist.

Markus Meurer, Chemiker (Detail), Assemblage, 2015, 182 x 67 x 64 cm. Foto: P. Nieting

Als weiterer Höhepunkt überrascht eine große Rauminstallation, die die Lebenssituation des Künstlers nachbildet.
Die Ausstellung wird gezeigt in der Galerie ART CRU in Berlin-Mitte, Oranienburger Str. 27, im Kunsthof, 8.3. – 7.4. 2018, Di – Sa 12 – 18 Uhr.

„Michael Jackson“ in Berlin

Die Skulptur „Michael Jackson“, die Markus Meurer zu Beginn seiner Zeit in Kevelaer fertiggestellt hat, hat jetzt ihre Premiere in Berlin. Sie ist das Flaggschiff der Ausstellung des Künstlers in der Galerie ART CRU, die am 7. März 2018 um 19 Uhr eröffnet wird.

Markus Meurer, Michael Jackson (Detail), Assemblage, 2008, 157 x 51 x 38 cm. Foto: P. Nieting

Die Ausstellung läuft vom 8. März bis zum 7. April 2018, in Berlin, Oranienburger Str. 27 (im Kunsthof), dienstags bis samstags, 12 bis 18 Uhr.

 

Ausstellungen

Wer Werke von Markus Meurer sehen (oder kaufen) möchte, hat noch bis zum 29. Januar 2017 dazu Gelegenheit im Kunsthaus Kannen in Münster. Bis zum 29.1.17 wird da die Jahresausstellung gezeigt (Alexianerweg 9, Die – So 13 – 17 Uhr).

Auch beim „Forum Outsider Art“, das in diesem Jahr vom 21. – 24. September im Kunsthaus Kannen in Münster stattfinden wird, ist Markus Meurer vertreten.

Markus Meurer, "Auf den Kern kommt's an", Assemblage, 2017, 10 x 4 x 3 cm

Markus Meurer, „Auf den Kern kommt’s an“, Assemblage, 2017, 10 x 4 x 3 cm

Und im Frühjahr 2018 wird der Künstler wieder in einer Einzelausstellung in Berlin zu sehen sein und sich auch an der „Art Brut Biennale“ in Hengelo/Niederlande beteiligen.

Werke von Markus Meurer in Berlin

Die Galerie ART CRU in Berlin, die sich auf Outsider Art spezialisiert hat, hat auch ständig Werke von Markus Meurer vorrätig. Wenn sie nicht gezeigt werden, lohnt es sich, danach zu fragen.
Die Galerie liegt im Zentrum von Berlin, im Kunsthof Oranienburger Str. 27. Geöffnet ist sie Dienstag bis Samstag, 12 – 18 Uhr.

Markus Meurer, Schnelle Biene, Assemblage, 2009, 17 x 28 x 21 cm

Markus Meurer, Schnelle Biene, Assemblage, 2009, 17 x 28 x 21 cm

Vor einem Jahr: Shrek

Vor einem Jahr startete in der Berliner Art Cru Galerie die Ausstellung „Shrek“. Jetzt erhielt ich davon noch einige Fotos.

Insekten von Markus Meurer in der Galerie Art Cru in Berlin

Insekten von Markus Meurer 2014 in der Galerie Art Cru in Berlin

Objekte von Markus Meurer in der Galerie Art Cru in Berlin

Objekte von Markus Meurer 2014 in der Galerie Art Cru in Berlin

Objekte von Markus Meurer in der Galerie Art Cru in Berlin

Objekte von Markus Meurer 2014 in der Galerie Art Cru in Berlin

(Die Galerie Art Cru, Berlin, Oranienburger Str. 27 – im Kunsthof- hält immer  Werke von Markus Meurer vorrätig.)

Japanischer Hinweis auf Meurer-Ausstellung

Die Ausstellung „Shrek“ von Markus Meurer in der Berliner Galerie „Art Cru“ ist gerade zu Ende gegangen, da erfahre ich, dass auch in Japan auf die Ausstellung aufmerksam gemacht worden ist:

4/21 18:37
『シュレック – マルクス・モイラー』展
SHREK – MARKUS MEURER

開催場所:ギャラリー・アート・CRU・ベルリン
Galerie ART CRU Berlin
http://www.art-cru.de/

所在地:ドイツ ベルリン-ミッテ 10117 オラニエンブルガー通り 27
Oranienburger Straße 27 10117 Berlin-Mitte

開催期間:2014年4月11日~5月28日
http://mbasic.facebook.com/GalerieARTCRUBerlin?v=timeline&
http://outsidein.org.uk/news_and_events?item_id0=13253

Ob sich daraufhin besonders viele Japaner in den Kunsthof gekommen sind und sich an den Objekten von Markus Meurer erfreut haben, weiß ich nicht.

Rezension im „Tagesspiegel“

Am Samstag (17,5,2014) brachte die rennomierte Berliner Tageszeitung „Der Tagesspiegel“ eine ausführliche und sehr einfühlsam geschriebene Ausstellungsbesprechung von Christiane Meixner, die ich den Lesern nicht vorenthalten möchte:

Shreklich
von Christiane Meixner

In Berlin gibt es eine Galerie für Outsider-Kunst. Dort stellt Markus Meurer aktuell seine fantastischen Objekte aus Abfall aus.

„Kann das weg?“ Mit dieser Frage weiß Markus Meurer nichts anzufangen. Weg, das heißt für gewöhnlich: in den Müll. Wer aber Draht und Scherben, leer getrunkene PET-Flaschen oder Papierfetzen als inspirierende Materie begreift, die bloß am falschen Ort liegt, dem bleibt nur eines, um seine Welt in Ordnung zu bringen: Er muss sie nach eigenen Vorstellungen sortieren.
In den Räumen von Art Cru, Berlins Galerie für Outsider-Kunst, entfaltet sich Meurers Universum aktuell faszinierend (Oranienburger Straße 27, bis 28. Mai). Vom übergroßen Insekt bis zur Ritterrüstung, die sich bei näherem Hinsehen als Material-Collage entpuppt, ist alles dabei.

„Shrek“ nennt der 1959 Geborene seine erste Berliner Soloschau, nachdem er diverse internationale Ausstellungen absolviert hat. Sie gibt eine vage Idee davon, wie Meurer im niederrheinischen Kevelar lebt – wo sich die Objekte über die Innenwände seiner Wohnung spannen. Aber auch so beeindruckt die Konsequenz, mit der der Outsider-Künstler zivilisatorische Reste uminterpretiert. Vermeintlicher Abfall wird zu Flügeln, Körpern, Augen, Mündern. Alles wandert in seine aus Draht gefertigten Stützkorsetts und dort exakt an den Platz, der ihm vorbestimmt scheint. Dass „die Leute das extra hinlegen für mich“, hat Meurer schon mehrfach auf seinen Expeditionen durch die Straßen gedacht, während er sie nach allem durchforstet, von dem sich andere achtlos trennen. „Ich finde alles. Ich bin dafür konstruiert.“ Und wie ein Konstrukteur setzt er seine Einfälle um. Baut eine „Nanoprozessor-Maschine“, kreiert den „Peperonikäfer“ und „Die Flotte Biene“.

Reitendes Ungeheuer. "Hexenmeister" heißt Meurers Skulptur von 2011.

Reitendes Ungeheuer. „Hexenmeister“ heißt Meurers Skulptur von 2011.

Man kann das als naiv empfinden, genau wie den Titel der Ausstellung, der die rülpsende, stinkende Hauptfigur aus dem gleichnamigem Animationsfilm zitiert. Für Meurer, der schon als Kind den ebenfalls als Outsider-Künstler tätigen Vater durch die Eifel begleitete, laden sich seine Skulpturen jedoch unwillkürlich auf. Es sind Fetische in unterschiedlichen Formaten (Preise: 90–1850 Euro), die Erinnerungen bewahren oder als Heilsbringer fungieren. Meurers Kindheit, bäuerlich und urkatholisch geprägt, ist immer Referenzpunkt. Zugleich verwebt er biografische Geschichten, die sich nur in Andeutungen zu erkennen geben. Man kann sich allerdings gut vorstellen, wie es war, als die Gemeinde des heimatlichen Eifel-Dorfes ihn nach dem Tod der Eltern 2003 erst langsam aus der Gemeinde ekelte. Und nach dem hastigen Umzug des Künstlers das abgelegene Haus der Familie zerstören ließ, weil sie es für unbewohnbar hielt. Tatsächlich war es voller Kunst. Es treibt ihn, so lässt sich vermuten, jene „Plange Angst“ , die Markus Meurer 2010 schon in einem Buch formulierte, zu seinem ganz persönlichen Antidot – den fantastischen Beschützern.

(Antidot = Gegengift)

 

 

 

Pictures of the Exhibition „Shrek – Markus Meurer“ in Berlin

2014-4-10 Art Cru 224Exhibition „Shrek – Markus Meurer, Gallery ART CRU, Berlin

2014-4-10 Art Cru 221 Exhibition „Shrek – Markus Meurer, Gallery ART CRU, Berlin

2014-4-10 Art Cru 211Markus Meurer, Kaffeetaucherfisch, 2012, 14x19x46, Gallery ART CRU, Berlin

Ausstellung in Berlin eröffnet

BildKuratorin Lisa Inckmann bei ihrer Einführung

 

Die Ausstellung „Shrek – Markus Meurer“ wurde am Donnerstag in der Berliner Galerie ART CRU eröffnet. Galeristin Alexandra von Gersdorf-Bultmann begrüßte die zahlreichen Gäste. Lisa Inckmann, Leiterin des Kunsthaus Kannen in Münster, hatte die Ausstellung kuratiert und die Werke des Künstlers geschickt in den Ausstellungsräumen zur Wirkung gebracht. Sie führte auch in das Werk des Künstlers ein. Bei den Besuchern stieß die Ausstellung auf großes Interesse.

BildBlick in die Ausstellung

Invitation to Outsider Art Exhibition in Berlin

You are cordially invited for the opening of the Outsider Art Exhibition

SHREK – Markus Meurer

on thursday, April 10, 7 pm in the Galerie ART CRU Berlin, im Kunsthof, Oranienburger Str. 27, Berlin-Mitte.

23   Die Kleine aus Essen 2008                                       Markus Meurer, Die Kleine aus Essen, Assemblage, 2008, 51 x 30 x 38 cm