Kunst im Karton

Eine kleine Sozialwohnung in Kevelaer und ein produktiver Künstler: Das passt nur schwer zusammen, das gibt Konflikte. Die Wohnung ist erst voll, dann übervoll, und die Kunstwerke müssen irgendwo bleiben. Erst vor der Etagentüre, dann im Flur, dann auf dem Vordach. Bis die Vermieterin einschreitet und das verbietet. Doch lässt sich Kreativität verbieten?

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Markus Meurer in seinem Wohnzimmer / Atelier Dezember 2017. Foto: P. Nieting

Im Herbst 2017 findet Markus Meurer einen Ausweg: Die Kunstwerke kommen in große Kartons, und die sollen ins Depot in der Eifel, in dem Freunde alte Werke von ihm aufbewahren.
(Ein Depot am Niederrhein könnte der Künstler gut gebrauchen.)
Die Idee mit der Kunst im Karton arbeitete wohl in Markus Meurer weiter, und plötzlich stapelten sich im Dezember 2017 in seiner Wohnung kleine Kartons bis zur Decke: Der Künstler will  Kunstwerke in Kartons legen, diese zukleben (!), die Kartons bemalen, und dann versteigern.

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Kartons im Wohnraum von Meurer, Dezember 2017. Foto: P. Nieting

Der Ersteigerer bekommt  4 Bilder (auf den 4 Seiten des Kartons), und ein oder mehrere Werke von Meurer im Karton. Der Besitzer müsse den Karton nicht unbedingt öffnen, sagt Meurer, er könne auch das Geheimnis des Inhalts bewahren.

Wir werden sehen, ob diese Idee aufgeht. Mindestens ein „Kunstkarton“ wird im März 2018 in Berlin in der Galerie ART CRU angeboten werden.

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Geoffneter „Kunstkarton“, Januar 2018. Foto: P. Nieting

 

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