Skulptur / Sculpture / Escultura : Typisch Meurer

Zum Jahresende will ich eine kleine Skulptur von Markus Meurer zeigen, die in ihrer Art auch typisch für ihn ist. Neben fein ziselierten Objekten finden sich immer wieder solche, die auf den ersten Blick sehr nachlässig, ja primitiv gemacht scheinen.

Wie hier bei seiner Arbeit  „Dohle“: Abfallmaterial aus Papier und Plastik, Überbleibsel von seinen Einkäufen, scheinbar willkürlich zusammen-gequetscht, locker verdrahtet und verklebt, und schon ist das Werk fertig.

Markus Meurer, Dohle, Assemblage, 2015, 13 x 10 x 25

Markus Meurer, Dohle, Assemblage, 2015, 13 x 10 x 25 cm

Wenn man allerdings auf die Einzelheiten schaut, sind die gar nicht so beliebig:  Für den Schnabel hat er andersfarbiges Papier gewählt, auch das Gefieder ist nicht durchgängig schwarz, und dadurch lebendig. Als Schwanz dient eine Trageschlaufe, die ihm Leichtigkeit gibt. Über den Kopf ist ein Netz gestülpt, und es sieht aus, als wären da ganz kleine Federn.  Und der scheinbar willkürlich geformte Draht gibt dem Objekt die für einen Vogel typische Sitzposition. Viele Einzelheiten, die zu der Gesamtwirkung beitragen. Und die ist großartig.

Hier zeigt sich wieder einmal Meurers Gespür für Formen und Farben, die oft seinen Werken die besondere Qualität geben.

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